Der Vorteil, wenn man Naturkosmetik selber macht, ist der, dass man genau weiß, welche Stoffe in einer Creme enthalten sind. Gerade Menschen mit Allergien betrifft dieses Thema. Zudem weiß man, dass das Produkt nicht mit Tierversuchen getestet wurde und kann es genau passend zu seinem eigenen Hauttyp abstimmen.

Naturkosmetik selber machen - Was man darüber wissen sollte

Wenn man will, kann man problemlos Naturkosmetik selber machen. Man sollte sich aber vorher über die Vorgehensweise und die Inhaltsstoffe genau informieren. Da man die individuellen Cremes ohne Konservierungsstoffe erstellt, muss man beachten wie schnell sie unter Umständen nicht mehr brauchbar sind. Ohne Konservierungsstoffe hält Creme etwa eine Woche. Im Kühlschrank aufbewahrt sogar bis zu zwei Wochen. Bedenken Sie, dass man bei allen kosmetischen Produkten, die keine Konservierungsstoffe enthalten, immer besonders stark darauf achten sollte, dass die Hände sauber sind, wenn man in den Tiegel fasst.

Nicht jeder will seine Naturkosmetik selber machen. Das ist aber auch gar nicht unbedingt nötig, da es inzwischen auch industriell hergestellte Naturkosmetik gibt. Sie finden diese Produkte in Apotheken und Drogeriemärkten. Doch häufig wird der Kunde hier durch eine nette Verpackung und einem sehr natürlich, ökologisch wirkenden Design getäuscht. Denn nicht alle diese Produkte sind aufgrund ihrer Inhaltsstoffe wirklich natürlicher oder gesünder als andere Kosmetik. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Inhaltsstoffe immer angegeben sind und dass kein Propylenglykol (PG), Polyethylenglykol (PEG) oder synthetische Duftstoffe enthalten sind. Zudem sollten eigentlich keine Konservierungsstoffe beigegeben sein. Ein echtes kosmetisches Naturprodukt hat also immer ein Haltbarkeitsdatum. Wenn sie Naturkosmetik selber machen, sollte das ebenso für alle Zutaten, die sie benutzen gelten.

Als Grundausrüstung, um Naturkosmetik selber zu machen, brauchen Sie unter anderem Marmeladengläser. Denn diese Gläser sind hitzebeständig und das müssen sie sein, denn man muss sie später im Wasserbad erhitzen. Zusätzlich benötigen sie: Löffel, Messlöffel, Kochtopf, Tiegel, Waage, Messbecher, Mörser, Thermometer, Pipette und einen Mixer. Naturkosmetik, die selbst gemacht ist, muss dieselbe Basis haben wie handelsübliche Cremes und andere Kosmetika auch. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen zählen hier: Pflanzenöle, Fette, Emulgatoren, Konsistenzgeber wie Bienenwachs oder Sheabutter sowie Wasser und Wirkstoffe wie Ätherische Öle oder diverse Tinkturen.

Wenn Sie Naturkosmetik selber machen und empfindliche Haut haben oder Allergiker sind, sollte Sie außerdem unbedingt bedenken, dass auch pflanzliche Produkte Allergien auslösen können. Testen Sie alle Produkte vorher an einer Hautstelle und warten Sie dann erst mal drei bis vier Tage ab, bevor Sie die Creme im Gesicht verwenden.

Autorin: Nele Zymek, Platinnetz-Redaktion