Ein Bandscheibenvorfall kann in ganz unterschiedlichen Formen auftreten. In schweren Fällen allerdings ist der Einsatz einer Bandscheibenprothese notwendig. Wenn eine Bandscheibe verschlissen ist, kann die natürliche Beweglichkeit durch einen künstlichen Ersatz aufrechterhalten werden. In der Regel besteht diese aus Kunststoff und Metall. Für den Einsatz ist natürlich eine Operation notwendig, die aber in den meisten Fällen ohne Komplikationen verläuft. Dennoch ist eine jegliche Operation immer nur dann anzuraten, wenn alle anderen Maßnahmen wirkungslos geblieben sind. Das gilt auch für die Operation bei einem Bandscheibenvorfall. Prothesen, die nach einem Bandscheibenvorfall eingesetzt werden, gibt es schon relativ lange. Schon in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden sie zum ersten Mal für Lenden- und Halswirbel eingesetzt. Frühere Modelle waren nicht nur aus Stahl, sondern auch aus Silikon gefertigt, was in der Zwischenzeit aber nicht mehr der Fall ist. Die Medizin hat gerade in diesem Bereich in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht.

Heute ist eine Prothese nach einem Bandscheibenvorfall oft vermeidbar

Auch wenn eine Bandscheibenoperation sehr oft problemlos und erfolgreich ist, kann ein solcher Eingriff heute in vielen Fällen umgangen werden. Oft reicht gezieltes Training des Rücken aus, um mit den Problemen fertig zu werden. Man nennt dies in der Fachsprache konservative Therapie. Bei Osteoporose, Entzündungen und einer Verengung des Wirbelkanals wird heute in der Regel keine Operation durchgeführt. Normalerweise wird nach einem Bandscheibenvorfall also auf eine Operation verzichtet. Schließlich sind die Erfolgsaussichten zwar recht gut, allerdings ist ein solcher Eingriff immer mit ein paar Risiken verbunden. Man sollte sich auf jeden Fall gut überlegen, ob man eine Operation nach einem Bandscheibenvorfall in Erwägung zieht oder nicht. In der Regel kann man sich darüber bei einem Facharzt umfassend beraten lassen.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion