Man sollte diese Zeit realistisch sehen: Als neuer Lebensabschnitt machen die Wechseljahre zwar eine Menge Probleme, aber es gibt auch positive Aspekte dieser Zeit. Mit der richtigen Einstellung ist das Bewältigen der hormonellen Umstellung ohne größere Probleme möglich. Mit den Wechseljahren verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch die Psyche eines Menschen. Man sollte diese Zeit aber nicht als eine Krise ansehen, die nicht bewältigt werden kann. Schließlich bietet jede Veränderung auch Chancen, und selbst wenn zunächst nur die negativen Seiten zu überwiegen scheinen, kann ein neuer Lebensabschnitt immer auch als Chance begriffen werden. Es ist in diesem Zusammenhang sehr hilfreich, das eigene Leben in einem übergeordneten Zusammenhang zu sehen. In diesem Sinne sind die Wechseljahre ein neuer Lebensabschnitt, den es zu meistern gilt – somit also auch eine Herausforderung. Selbst wenn man sich gern an die Jugendzeit erinnert, bedeutet das natürlich nicht, die Pubertät noch einmal erleben zu wollen.

Ein neuer Lebensabschnitt ist auch mit persönlichen Chancen verbunden

Die Unabhängigkeit vom biologischen Fruchtbarkeitszyklus sollte nicht nur als Verfallsprozess angesehen werden. Natürlich ist die Phase der Wechseljahre mit Schwierigkeiten verbunden. Aber das ist bei jeder Lebensphase der Fall. Eine individuelle Persönlichkeit, die auch schon das bisherige Leben gemeistert hat, wird auch mit dieser Zeit fertig. Abgesehen davon handelt sich bei diesem neuen Lebensabschnitt um eine natürlich Entwicklung – und die Natur aufhalten, ist unmöglich, auch wenn es durch kosmetische Behandlungen immer wieder versucht wird. Viel wichtiger ist es, die eigene geistige Flexibilität erhalten und mit einer richtigen und gesunden Einstellungen in die nächste Phase der eigenen Biographie zu wechseln. Die eigene Persönlichkeit steht immer im Mittelpunkt – und ein neuer Lebensabschnitt, der durch eine biologische Umstellung geprägt ist, muss nicht unbedingt mit schlechten Gedanken und Vorstellungen verbunden sein.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion