Eine kleine, anonymisierte Auswahl der erhaltenen Rückmeldungen soll Mut machen und vor allem auch zeigen, dass man mit Beschwerden nicht alleine ist!

Anita, 64 Jahre:
Ich kam mit 48 Jahren in die Wechseljahre. Bis Mitte 30 betrieb ich Leistungssport. Ich hatte und habe bis heute keinerlei Beschwerden durch die Wechseljahre und musste nie irgendein Mittel einnehmen.
Nach Auskunft meines Arztes half mir mein Sport und meine lebensbejahende Einstellung ohne Beschwerden über die Runde zu kommen.


Brigitte, 70 Jahre:
Mit 42 Jahren wurde mir die Gebärmutter entfernt, wegen Myome.
Ein viertel Jahr später ereilten mich die Wechseljahre. Zehn Jahre später war ich damit durch - und das - OHNE irgendwelche größeren Probleme. Außer SCHWITZEN war nichts. Und damit konnte ich gut umgehen.
Habe oft, sehr oft sogar Salbei-Tee getrunken, was ich auch gerne weiter empfohlen habe.
Nun bin ich siebzig und ich fühle mich ALLES in ALLEM sehr gut.


Iris, 61 Jahre:

Ja, ich habe seit über 8 Jahren Beschwerden aufgrund der Wechseljahre.
Die Hitzewallungen sind zwar jetzt weniger/ schwächer geworden, sprich nur noch nachts, aber das mehrmalige Aufwachen ist natürlich schlafstörend.
Da ich seit 15 Jahren keinen Partner habe, kann ich diese Frage nicht beantworten.
Aber die Wechseljahre haben auf jeden Fall meine Libido gedämpft, d.h. ich habe überhaupt kein sexuelles Verlangen mehr, im Gegensatz zu früher, da war ich sexuell sehr aktiv.

Heidelinde, 64 Jahre

Ich hatte mit den Wechseljahren keine allzu großen Probleme, so wie ich früher mit meiner Menstruation umgegangen bin (habe ich zum Frausein dazugehörig akzeptiert), so bin ich auch mit den Wechseljahren umgegangen. Für mich stellt sich das so dar, dass die Frauen, die ihr Frausein nicht wirklich akzeptieren, darunter mehr leiden. Auch heute noch, mit knapp 65 Jahren, erlebe ich täglich Hitzewallungen etc., aber das beeinträchtigt nicht mein Leben, ich sehe das alles ganz locker. Habe mit diversen gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen, lasse mir aber meine Lebenslust dadurch nicht nehmen.
Wünsche allen Betroffenen der Wechseljahre eine positive Denkweise!

Edith, 69 Jahre
Meine Wechseljahre haben rund um den 40. Geburtstag begonnen.
Erst kam die Periode unregelmäßig, begleitet von vielen Hitzewallungen. So um die 50 war alles vorbei, jedoch kommt dann das Älterwerden zur Geltung - und das find ich "schlimmer".

Luzie, 64 Jahre
Soweit ich mich erinnern kann gingen bei mir die Wechseljahre bis 55 Jahre. Hitzewallungen habe ich nicht gehabt, auch keine Stimmungsschwankungen. Allerdings Gewichtszunahme, ca. 8-9 Kg. Ich hatte schon Kleidergröße 40. Gewicht ca. 67 kg bei 1,68m Körperfett 36%, Wasserhaushalt 50%. Durch die Abnahme der Hormone verlangsamt sich der der Stoffwechsel. Man nimmt schneller zu. Ich dachte, wenn ich jetzt so weiter "futtere" wie bisher, sehe ich irgendwann so aus wie ein kleines Rumpelstilzchen. Also habe ich meine Ernährung umgestellt. Nach einem Vierteljahr war ich knapp 10 Kg leichter und hatte eine Kleidergröße weniger, ca. 58 Kg. Das sich dann leicht eingependelt hatte auf 60 Kg. Heute , zehn Jahre später, wiege ich immer noch 60 kg und habe immer noch Kleidergröße 38. Also..... die Ernährung macht’s.

L., 65 Jahre
Die Wechseljahre habe ich schon hinter mir. Die begannen bei mir recht früh (mit etwa 43) und mein Frauenarzt empfiehl mir einen Hormonpräparat in Tablettenform (Cyclomenorette). 
Die Tabletten habe ich sehr gut vertragen, nahm ich aber zusehends zu - trotz täglichen Sport und genügend Aktivität und Arbeit. So habe ich am Ende der Wechseljahren knapp 10 Kilo mehr - die geblieben sind...
Als Begleiterscheinung gab es tatsächlich einen erhöhten Appetit und ich musste mich selbst "bremsen" - gut geschafft, da willensstark! Nur eine größere Kleidergröße im Final..
Typische Beschwerden der Wechseljahren (Gereiztheit, Schlafstörungen, Schweißausbrüche) gab es dank der Hormone nicht. Lediglich Bluthochdruckkrisen - wegen der Hormontabletten. 
Und die waren wirklich nicht schön...


Regina, 65 Jahre
Die Wechseljahre waren belastend.
Jede Nacht wachte ich mehrmals schweißgebadet auf und zog mir ein neues Nachthemd an.
Tagsüber wurde mir mal heiß, dann wieder kalt. So war ich ständig am Aus- und Anziehen.
Nachdem ich mich so lange Zeit gequält habe, empfahl mir meine Frauenärztin Hormone, die ich dann ein paar Jahre nahm und die mir gut geholfen haben, indem die Beschwerden verschwanden.

Gabi, 55 Jahre
Zum Thema Wechseljahre kann ich wie folgt berichten:
Ich befinde mich noch in den Wechseljahren (ich bin 55 Jahre jung).
Ich leide unter ständigen Hitzewallungen, dies ist grad im Sommer bei über 30 Grad Celsius sehr unangenehm und körperlich anstrengend, da ich auch einen zu niedrigen Blutdruck habe.
Meine Schlafstörungen (Durchschlafstörungen) sind jetzt besser geworden, nachdem ich seit 4 Monaten regelmäßig zum Qigong-Training gehe. Ich brauche keine Medikamente mehr, um durchschlafen zu können.Ich kann anderen Frauen Qigong oder Thai Chi nur empfehlen in solch einer Situation auszuprobieren.
Psychisch bin ich empfindlicher oder wie man auch sagt "dünnhäutiger" geworden. Stress (beruflich/privat) steck ich nicht mehr so gut weg, wie früher. Ich bin leider auch manchmal nervöser und reizbarer als früher, was in meinem Beruf als Erzieherin nicht grad vorteilhaft ist. Der Erzieherberuf ist ein Job, wo man viel Geduld und starke Nerven braucht.

Claire, 66 Jahre
„Wechseljahre, was ist das?“, könnte ich fragen.
Eine vielleicht ungewöhnliche Form - wie ich sie durchlebt habe.
Meine Mutter war bereits 36 Jahre alt bei meiner Geburt, als Teenager, bekam ich mit wie furchtbar manche Frauen unter ihnen leiden können. Die größte Angst hatte ich vor den Hitzewallungen und Schwindelgefühlen.
Und siehe da - eines morgens in der U-Bahn, wurde mir heiß und ich hatte einen fürchterlichen Schweißausbruch. Bis Mittags tat sich dann nichts mehr. Erst am Nachmittag - so kurz vor Feierabend - ich saß vor meinem Schreibtisch und merkte plötzlich, dass ich Blutungen hatte, sehr starke Blutungen. Ich kam dann mit einem Blutsturz ins Krankenhaus, was ich am selben Tag wieder verließ.
Ob man es glaubt oder nicht - damit war für mich die Sache erledigt.
Darum Frage ich so dumm - ich hatte einen Wechseltag.

I., 63 Jahre
aber hallo....du meine Güte was hab ich unter den Hitzewallungen gelitten. Mir wurde heiss und zu den unpassendsten Gelegenheiten wurde ich rot noch dazu. Aber meine Frauenärztin verschrieb mir Hormontabletten und danach ging es mir wunderbar. Selbst nach 20 Jahren vertrage ich und nehme ich diese Pillen weiter ohne Probleme. Ich fühle mich wohl und gesund damit. Kann sie nur weiter empfehlen.

Gudrun, 62 Jahre
Ich habe die Wechseljahre schon am Anfang wesentlich zu früh mit allen schlechten Zeichen erlebt. Ich fing nämlich schon mit 37 Jahren an, keine Periode mehr zu bekommen. Ich habe zuerst immer die Hormontabletten von meinem Frauenarzt bekommen, einige Jahre. Bis nämlich die Forschung feststellte, dass das später schlimme Folgen haben könnte, längerfristig Hormontabletten zu nehmen. 
Nun, ich war alleinerziehend und habe dann einfach vor einer Operation (Mandeloperation) die Hormontabletten abgesetzt und nicht mehr genommen. Ich fing mit pflanzlichen Tabletten an. Diese brauchen natürlich viel länger, bis sie wirken. Aber sie wirken und ich fand, sie haben viel besser geholfen.
So kam es, dass ich mit 50 Jahren und darüber viel leistungsfähiger war, als andere Frauen, die dann erst an Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme und Hitzewallungen litten.
Eigentlich bin ich doch froh, dass ich so früh in die Wechseljahre gekommen bin, damals hat es mich sehr belastet. 

Antje, 57 Jahre
Ja, mit den Wechseljahren hab ich Erfahrung, keine Guten.
Ich stecke noch mitten drin und das seit 8 Jahren. Von ständigen Hitzewallungen, heftigen Stimmungsschwankungen, Erschöpfungszuständen, schlaflosen Nächten und Depressionen geplagt, ist der Wechsel kein Zuckerschlecken. Die konsultierten Ärzte meinten in der Regel, dass diese Beschwerden wieder vorbei gingen und ich nur Geduld haben müsste. Mittels Akupunktur konnte Linderung geschafft werden. Produkte die Sojaauszüge enthalten haben nicht geholfen.
Das Leben wird auf den Kopf gestellt und ich habe mich selbst oft genug als Zumutung empfunden, ohne aber etwas dagegen tun zu können.


Die Platinnetz-Redaktion bedankt sich an dieser Stelle nochmals für alle Zuschriften, die uns zum Thema Wechseljahre erreicht haben. Unsere Mitglieder haben sich viel Mühe gemacht und bewundernswert offen über ihre persönlichen Erlebnisse mit den Wechseljahren berichtet!