In der Phase vor der Menopause kommt es zu unregelmäßigen Blutungen, die darauf hinweisen, dass der Eisprung nicht mehr regelmäßig statt findet. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden. Dass die regelmäßige Blutung ausbleibt, heißt jedoch noch lange nicht, dass die Menopause eingetreten ist. Erst wenn ein Jahr nach der letzten Regelblutung keine neue Blutung auftritt, kann mit Sicherheit gesagt werden, dass es sich bei jener letzten Blutung um die Menopause gehandelt hat. Somit kann man erst nach zwölf Monaten sicher davon ausgehen, dass keine Schwangerschaft mehr möglich ist. In dieser Zeit sollte also noch verhütet werden.

Verhütung vor der Menopause

Frauen, die unter 50 Jahren alt sind, sollten vorsichtshalber zwei Jahre verhüten, um sicher zu gehen, nicht mehr schwanger zu werden. Frauen vor der Menopause sollten ab dem 35. bis 40. Lebensjahr möglichst keine normale Pille zu Verhütung nehmen. Das Pillenöstrogen Ethinylöstradiol ist mit einem deutlich erhöhten Thromboserisiko behaftet. Dieses Risiko wird bei Übergewicht und Nikotinkonsum noch einmal erheblich gesteigert. Auch, wenn es ab dem 40sten Lebensjahr nicht unbedingt notwendig ist, sollte über Alternativen zur Pille nachgedacht werden.
Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft nimmt zwar mit zunehmendem Alter ab, dies ist jedoch kein Garant für eine sichere Verhütung. Immer wieder kommt es zu ungeplanten "Nachzüglern". Ein spätes Mutterglück ist nichts Schlimmes, wer allerdings auf keinen Fall schwanger werden will, muss bis zur sicheren Feststellung einer Menopause verhüten.

Autor: Marcel Exner, Platinnetz-Redaktion