Immer wieder hört und liest man davon, dass pflanzliche Hormone hilfreich bei den Wechseljahren sein können. Dabei ist der Begriff pflanzliche Hormone nicht ganz zutreffend, denn auch wenn die Struktur ähnlich ist, handelt es sich bei diesen Pflanzenstoffen nicht um echte Hormone, sondern um Stoffe, die strukturell den Hormonen des Menschen ähneln. Die Präparate, die als pflanzliche Hormone bezeichnet werden, können aber in den Wechseljahren eine heilsame Wirkung erzielen. Mönchspfeffer, Traubensilberkerze, Soja, Rotklee und Yams-Wurzel sind Beispiele für Gewächse, die pflanzliche Hormone enthalten und zur Linderung der Beschwerden in den Wechseljahren eingesetzt werden. Mönchspfeffer ist dabei die Pflanze, die am häufigsten verschrieben wird.  Rotklee wurde bereits von der Naturheilerin Hildegard von Bingen zur Steigerung der Fruchtbarkeit empfohlen. Gerade in den letzten Jahren wurde bei der Herstellung solcher Mittel vermehrt auf Sojapräparate zurückgegriffen.

Pflanzliche Hormone sind nützlich, aber auch keine Alleskönner

Nebenwirkungen haben pflanzliche Hormone im Allgemeinen nicht, so dass sie zu verschreibungspflichtigen Medikamenten eine willkommene und bekömmliche Alternative darstellen. Allerdings sollten Frauen, die Probleme mit der Schilddrüse haben, vor der Verwendung solcher Präparate mit ihrem Arzt sprechen.  Dabei werden solche Präparate nicht mehr nur von Naturheilern empfohlen, sondern werden inzwischen auch von der klassischen Medizin verwendet. Auf der anderen Seite wirken pflanzliche Hormone auch nicht so intensiv wie wirkliche Medikamente, sondern greifen nur ausgleichend in den Hormonhaushalt des Körpers ein. So sind pflanzliche Hormone eine sanfte Alternative, manchmal aber auch eine Ergänzung, zu den herkömmlichen Medikamenten. Als Ersatz einer Hormontherapie sind pflanzliche Hormone in vielen Fällen durchaus sinnvoll. Sollten aber die Beschwerden zu groß werden, dann sollte, wie bei allen anderen Naturheilmitteln auch, auf verschreibungspflichtige Medikamente zurückgegriffen werden.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion