Charakteristisch für die Wechseljahre ist eine generelle Reizbarkeit, die Betroffene und deren Umfeld gleichermaßen belasten kann. Wer überreagiert, bekommt Probleme bei den einfachsten täglichen Verrichtungen. Das allgemeine Befinden ist beeinträchtigt. Auch Erschöpfungszustände und Antriebslosigkeit gehören zu Symptomen, die immer wieder beobachtet werden können. Eine gewisse Frustration über den körperlichen Zustand und die generelle biologische Veränderung sind dabei völlig nachvollziehbar. Aber auch direkte biologische Ursachen kann man für die Stimmungsschwankungen anführen, denn schließlich ist in den Wechseljahren der gesamte Hormonhaushalt von betroffenen Frauen durcheinander geraten. Mittel und Methoden, mit den Launen und auch frustrierenden Zuständen klarzukommen, gibt es eine ganze Menge. An allererster Stelle sollte auf jeden Fall ein offenes Gespräch in der Familie stehen: Wer die eigenen Probleme offen thematisiert, wird garantiert mehr Verständnis bekommen, so dass die ärgsten Unstimmigkeiten, die aus den erwähnten Stimmungsschwankungen herrühren, zumindest schon einmal verständlich werden.

Wie man Stimmungsschwankungen abbauen kann

Wirksame Methoden zum Stressabbau können diese Stimmungsschwankungen auch auf ein erträgliches Maß reduzieren: Autogenes Training oder Meditation helfen auf jeden Fall bei psychischen Belastungszuständen. Aber auch schon ein entspannender Spaziergang an der frischen Luft oder auch ein paar ruhige Bahnen im Schwimmbad sind manchmal eine größere Hilfe als man annehmen könnte. Methoden der Naturheilkunde sind als Ergänzung auf jeden Fall sinnvoll: Beruhigende Tees oder auch in Tablettenform eingenommene pflanzliche Mittel wie Baldrian oder Hopfen können helfen, ohne dass die Gefahr von ernsthaften Nebenwirkungen besteht. Auf verschreibungspflichtige Medikamente sollte generell nach Möglichkeit verzichtet werden. Diese kommen nur dann in Betracht, wenn das Problem auf andere Weise wirklich nicht beseitigt werden kann. Wer also unter einer richtigen Depression zu leiden hat, dürfte früher oder später auf antidepressive Mittel angewiesen sein. Allerdings sollten solche Schritte nur im Notfall unternommen werden, weil bei solchen Medikamenten die Nebenwirkungen recht groß sind. Ein Gespräch mit einem kompetenten Arzt ist dabei natürlich Pflicht.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion