Der Zeitpunkt, wann die Wechseljahre bei einer Frau einsetzen, kann sehr stark variieren. Man hört immer wieder von Prominenten, die auch in einem höheren Lebensalter noch Kinder auf die Welt bringen. Normalerweise kommt das bei einer Frau ab dem Alter von 40 Jahren aber eher selten vor. Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine natürliche altersbedingte Umstellung, die im Körper vor sich geht. Die Follikel im weiblichen Körper sind von Anfang an begrenzt und nehmen im Verlauf eines Lebens konstant ab. Mit dem Nachlassen der Funktion der Eierstöcke verändert sich der gesamte Hormonhaushalt im weiblichen Körper. Der Zeitpunkt, wann dies geschieht, variiert deutlich. Die Wechseljahre können bei Frauen schon ab dem 40. Lebensjahr auftreten. Im Durchschnitt aber passiert das erst im Alter zwischen 45 und 55 Jahren. Der Durchschnittswert liegt also bei 50 Jahren. Mit dem Alter von 58 Jahren haben die meisten Frauen die Wechseljahre hinter sich. Die Wechseljahre müssen aber nicht zwangsläufig mit Beschwerden oder Schmerzen verbunden sein: Immerhin einem Drittel der betroffenen Frauen machen die Wechseljahre überhaupt keine Probleme.

Neue Hormonuntersuchungen können den Zeitpunkt der Wechseljahre voraussagen

Hormonbehandlungen sind in dieser Hinsicht in den letzten Jahren besonders populär geworden. Aber ob diese Methoden wirklich von Nutzen sind, ist fragwürdig. Kurzfristig werden Hormonbehandlung eingesetzt, um die Beschwerden von Frauen in den Wechseljahren zu minimieren. Mit einer Hormonuntersuchung kann man demnächst aller Wahrscheinlichkeit nach sogar den Zeitpunkt der Wechseljahre voraussagen. Allerdings ist das Verfahren zur Bestimmung vor nicht sehr langer Zeit erst durch niederländische Wissenschaftler entdeckt worden und hat sich bis jetzt noch nicht flächendeckend durchgesetzt. Dennoch könnte in Zukunft durch einen einfachen Bluttest der Zeitpunkt der Wechseljahre durchaus recht genau vorausgesagt werden. Dabei spielt ein unter der Bezeichnung Anti-Müller-Hormon bekanntes Hormon eine entscheidende Rolle, da sich der Wert an den im Körper verbleibenden Eizellen misst. Die Ergebnisse dieser niederländischen Studie können vor allem Paaren bei der Familienplanung helfen.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion