Generell muss gesagt werden, dass nicht jede Frau unter Beschwerden in den Wechseljahren zu leiden hat. Ein Drittel der betroffenen Frauen durchleben die Hormonumstellung ohne Probleme. Das Ausmaß der Beschwerden in den Wechseljahren hängt dabei nicht nur von körperlichen Faktoren ab, sondern auch von psychischen und sozialen Bedingungen. Dennoch sind bestimmte Symptome charakteristisch, so dass mehrere mehr oder weniger stark ausgeprägte Beschwerden in den Wechseljahren als typisch zu betrachten sind. Auch der Zeitraum, in dem die Wechseljahre zur persönlichen Belastung werden, ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich: Zwischen einem halben Jahr und einem recht langem Zeitraum von vier Jahren dauern die Beschwerden in den Wechseljahren an. Dabei ist zu bedenken, dass die hormonelle Umstellung einen noch längeren Zeitraum umfasst, die eigentlichen Beschwerden in den Wechseljahren aber nur in einem Teil der Zeitspanne auftreten.

Die häufigsten Beschwerden in den Wechseljahren

Die bekanntesten und am häufigsten dokumentierten Beschwerden in den Wechseljahren sind ohne Zweifel Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Oft führen diese Probleme auch zu einem weiteren sehr häufig zu beobachtenden Problem: Schlaflosigkeit. Etwas seltener dagegen treten Kopfschmerzen auf, die sich zu heftigen Migräneanfällen steigern können. Muskel- und Gelenkschmerzen kommen bei der Hälfte der betroffenen Frauen vor. Eine ganze Reihe von psychischen Beschwerden in den Wechseljahren kommen für Betroffene noch hinzu: Erschöpfungszustände und Reizbarkeit treten in sehr vielen Fällen auf. Und auch Depressionen sind keine Seltenheit. Auch ist ein genereller Leistungsabfall zu beobachten, der mit dem hormonellen Umstellungsprozess in Verbindung steht. Weitere Beschwerden in den Wechseljahren, die allerdings nicht in ganz so vielen Fällen auftreten, sind ein Verlust der sexuellen Energie, Schwindelanfälle und Sensibilitätsstörungen. So sind die Beschwerden in den Wechseljahren sehr unterschiedlich von Frau zu Frau. Während ein Teil der Betroffenen überhaupt keine Veränderung bemerkt, leiden andere darunter so sehr, dass sanfte Medikamente nicht mehr wirksam sind und nur Hormonpräparate als Mittel in Frage kommen.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion