Erste Fältchen fallen oft zusammen mit dem Beginn der Wechseljahre. Eine Zeit des Umbruchs, für manche eine Zeit der Beschwerden, für viele aber auch eine neue Chance steht vor der Tür. Heute setzen sich viele Frauen in dieser Phase zum ersten mal mit dem Älterwerden auseinander. Und mit den einher gehenden optischen Veränderungen. Die Veränderungen des Körpers können zwar den Alltag trüben, doch der neue Lebensabschnitt bedeutet für viele Frauen auch eine neue Freiheit. Das Gefühl frei zu sein geht einher mit einer guten Ausstrahlung und einem gestärkten Selbstbewusstsein.

Gut aussehen statt jung um jeden Preis

Was man im ersten Moment vielleicht mit „alt, grau und unscheinbar“ gleichsetzt ist keineswegs das Ende der Attraktivität. Das war vielleicht bei der Generation unserer Mütter so, als die Lebensgefährtin Jean Paul Sartres, Simone de Beauvoir, das „Unsichtbare Geschlecht“ schrieb. Doch seitdem sind Jahrzehnte vergangen und neue Frauengenerationen haben ein neues Frauenbild geprägt. Selbst 60- und 70-jährige werden heute nicht mehr als alt empfunden. Das ist nicht nur auf unsere gesunde Lebensweise zurückzuführen, sondern auch Verdienst der Kosmetikindustrie, die inzwischen für reife Haut weit mehr bietet als Fett und Feuchtigkeit. Beispielsweise auch Soja, Kalzium, Collagen oder Hyaluronsäure. Die Werbung für Beautyprodukte für reife Frauen zeigt unzählige Beispiele von Prominenten und nicht prominenten Frauen, die einfach durch gute Ausstrahlung in Verbindung mit guter Pflege attraktiv aussehen. Allen voran Jane Fonda, Andy Mc Dowel, Lauren Hutton oder Catherine Deneuve. Sie werben für Hautprodukte und strahlen dabei Reife und Lebenserfahrung aus. Die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth,  Schauspielerinnen wie Hannelore Elsner, Helen Mirren oder Christine Kaufmann werden sichtbar älter und werden dafür von uns bewundert. Während eine Madonna zwar faltenfrei ist, aber doch eher Mitleid erregt. Unvorstellbar, dass ein Kosmetikkonzern sie für Werbezwecke engagieren würde. Madonna ist ein Negativbeispiel für Jugendwahn. Doch Jugendwahn war gestern.

Attraktiv altern – kein Widerspruch

Beim Älterwerden handelt es sich um einen natürlichen Vorgang. Der gesamte Prozess dauert mehrere Jahre und erstreckt sich zwischen dem 45. und dem 60. Lebensjahr. Die Wechseljahre sind eine ganz normale physiologische Veränderung, auch wenn sich viele Frauen dabei überhaupt nicht wohl fühlen und mit diversen Beschwerden zu kämpfen haben. Der langsame Rückgang der Hormonproduktion in den Eierstöcken beginnt in der Regel um das 50. Lebensjahr herum. Auf einmal sind sie da: Blutungsunregelmäßigkeiten, Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen, Herzrasen, gesteigerte Nervosität – das sind die typischen Symptome.

Durch den einsetzenden Östrogenmangel bleiben schließlich die Regelblutungen ganz aus (Menopause). Damit nicht genug. Auch Haut und Haare, Gewicht, Fett- und  Knochenstoffwechsel werden durch die veränderten Konzentrationen der weiblichen Geschlechtshormone beeinflusst. Und das ist heute wirklich kein Grund mehr zu verzagen. Die ewige Jugend gibt es nicht – auch nicht in Form von raffinierten Life-Style- Kosmetikprodukten. Aber mal ehrlich? Ist es denn wirklich erstrebenswert, immer jung aussehen zu wollen? Viel wichtiger ist es doch, gepflegt und gut aussehend  daherzukommen. Leider ist das gesellschaftliche Image der Wechseljahre bei uns immer noch nicht gerade positiv. Sehr häufig werden die Wechseljahre mit dem Verfallsdatum der  Jugend gleichgesetzt. Dabei gibt es genug abschreckende Bilder von operierten „Beautys“ mit Schlauchlippen und gespannter Haut, die so verzerrt aussehen, dass es einen graust.

Gönnen Sie sich gute Pflege

Wir Frauen sind eitel, keine Frage. Und von dem Gefühl, gut auszusehen möchten wir uns in keinem Alter verabschieden. Sollten wir auch nicht. Selbst Männer spüren heute den Wunsch, attraktiv zu bleiben. Wenn Eitelkeit dazu führt, seinem Teint alles zu gönnen, was ihm gut tut, sollte man eitel sein. Pflegeprodukte für reifende und reife Haut werden Immer ausgefeilter und wirksamer. Man sollte sie nutzen. Sie machen uns nicht wieder jung, aber sie sorgen dafür, dass die Haut dem Alter gemäß gesund und lebendig aussieht.

Wer frühzeitig mit der richtigen Pflege beginnt, kann zwar nicht verhindern, dass er älter wird. Aber gutes Aussehen ist einfach – das zeigen unzählige Beispiele –  eine Sache von Jugend sondern von Persönlichkeit und gutem Umgang mit sich selbst.

Autorin: Silvia König, Redakteurin Rubin

Datum: Rubin Ausgabe 2/2009, Juni-August


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