Der Whirlpool hat in den letzten Jahren einen wahren Siegeszug durch Wellness-Anlagen, Erlebnisbäder, Hotels und Privathaushalte angetreten. Kein Wunder, denn das luxuriöse Bad entlastet den Körper von Stress und Verspannungen, und lässt die Seele zur Ruhe kommen. Mittlerweile werden Whirlpools in Kurkliniken auch zur Therapie und zur Gesundheitsvorsorge eingesetzt. Aber wie wirkt das warme, sprudelnde Wasser auf den Körper?

Die Wirkung des Whirlpools auf den Körper

Ein Whirlpool kann besonders bei Problemen mit Muskulatur oder Gelenken hilfreiche Dienste leisten. Die Wärme des Wassers und die Massage durch einen gezielt eingestellten Wasserstrahl lindern Verspannungen und sorgen für eine gute Durchblutung der Haut. Zusätzlich regt die Massage den Stoffwechsel an, wodurch Bindegewebe, Haut und Adern elastisch gehalten werden. Das warme Wasser trägt ungefähr 90 Prozent des Körpergewichts, so dass Gelenke und Wirbelsäule angenehm entlastet werden. Die Unterwassermassage im Whirlpool kann vorbeugend und lindernd eingesetzt werden bei Rücken- und Gelenksschmerzen, bei rheumatischen Erkrankungen, Durchblutungsstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Auch auf die Atemwege hat ein Bad im Whirlpool positive Wirkung. Die hohe Temperatur des Wassers sorgt für einen Anstieg der Körpertemperatur, wodurch die Adern erweitert werden. Man atmet automatisch tiefer ein und nimmt so mehr Sauerstoff auf. Setzt man dem Wasser gezielt Aromadüfte zu, kann das bei Atemwegsbeschwerden vorübergehend Linderung verschaffen.

Häufig findet sich im Spa oder in Hotelanlagen ein Whirlpool, dessen Wasser in unterschiedlichen Farben beleuchtet werden kann. Diese Möglichkeit sollte man nutzen, denn Farben haben eine positive Wirkung auf die Psyche und tragen damit zu einer tieferen Entspannung bei. Ist der Körper völlig entspannt, setzt er Endorphine, also Glückshormone frei und davon profitiert nicht nur die Seele, sondern auch die Gesundheit.

Birgt ein Bad im Whirlpool gesundheitliche Risiken?

Ein Bad im Whirlpool kann für den Körper sehr anstrengend sein. Man sollte es daher nicht über 20 Minuten hinaus ausdehnen, auch wenn es noch so schön ist.

Benutzt man statt eines eigenen Whirlpools einen öffentlichen Pool, sollte man sich die hygienischen Bedingungen vorher sehr genau ansehen, denn im warmen Wasser gedeihen eine Reihe von Bakterien, die etwa eine Blasenentzündung begünstigen könnten, ganz hervorragend. Menschen mit schwachem Immunsystem, alte Menschen und kleine Kinder sollten daher am besten ganz darauf verzichten. Auch Schwangere und Menschen mit starken Krampfadern sollten zuerst einen Arzt befragen. Gleiches gilt für Menschen mit schwerem Bluthochdruck oder nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Nicht jeder Whirlpool eignet sich zur Vorbeugung oder Linderung von Beschwerden. Möchte man die therapeutischen Möglichkeiten eines Whirlpools nutzen, muss dieser über individuell einstellbare Massagedüsen verfügen, um den Wasserstrahl gezielt auf Verspannungen lenken zu können. Außerdem sollte die Intensität des Wasserstrahls individuell regulierbar sein. Sprudeln die Düsen zu schwach oder an der falschen Stelle, hat das Bad im Whirlpool keine therapeutische Wirkung. Sprudeln sie dagegen zu stark, kann es zu Verspannungen kommen. Des Weiteren ist es wichtig, dass Sie sich im Bad wohlfühlen. Daher sollten Sie sich bei der Einrichtung nicht nur auf das Whirlpool konzentrieren, sondern auch an wichtige Dinge, wie das passende Badregal oder schöne Waschbecken denken.

Muss es gleich ein ganzer Whirlpool sein?

So wohltuend ein Bad im Whirlpool ist, so teuer und aufwendig ist seine Anschaffung und Erhaltung. Ein solcher Pool fasst ungefähr 1000 Liter Wasser, die regelmäßig sauber gehalten und ausgetauscht werden müssen. Dazu kommen Stromkosten, um das Wasser zu beheizen und um die Massagedüsen zu betreiben. Zusätzlich muss der Filter gereinigt und der pH-Wert des Wassers kontrolliert werden. All das macht viel Arbeit und verursacht Kosten. Wer das nicht möchte, kann auf eine platz- und kostensparende Alternative zurückgreifen: Die Whirlwanne. Sie benötigt nicht mehr Platz als eine normale Badewanne, kann aber ähnlich wohltuend sein, wie ein Pool. Auch das Bad in einer Whirlwanne regt den Stoffwechsel an und fördert den Blutkreislauf.

Eines muss zum Abschluss deutlich gesagt werden: Ein Bad im Whirlpool oder in der Whirlwanne kann zwar Krankheiten nicht heilen, aber durch Wärme, Massage und Schwerelosigkeit im Wasser können viele Beschwerden gelindert werden. Und schließlich  macht so ein Bad im warmen, sprudelnden Wasser einfach Spaß!

Autorin: Elke Liermann, Platinnetz-Redaktion