Sonne tanken tut gut und hebt die Stimmung! Wie wir jedoch mittlerweile alle wissen, birgt das Sonnenbaden auch einige Risiken. Unvorsichtiges Sonnen kann schnell mal zu einem unangenehmen Sonnenbrand führen und das Risiko für Hautkrebs erheblich steigern. Es gibt jedoch verschiedene Maßnahmen, die man treffen kann, um die Gefahren des Sonnenbadens zu umgehen und sich auf gesunde Art und Weise zu bräunen.

Nicht zu viel Sonnenbaden auf einmal

Zunächst sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie sich nicht zu lange der Sonne aussetzen. Je nach Hauttyp dürfen die ersten Sonnenbäder des Jahres höchstens 10 bis 15 Minuten dauern. Ungebräunte Haut ist empfindlicher und deshalb anfälliger für Sonnenbrand. In der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung am intensivsten und deshalb am gefährlichsten. In diesen Stunden sollten Sie die Sonne meiden. Für eine langanhaltende Bräune ist ohnehin ein Sonnenbad nach 15 Uhr viel effektiver.

Sonnenschutzmittel

Halten Sie sich in der Sonne auf, sollten Sie unbedingt ein Sonnenschutzmittel auftragen. Hierbei ist zu beachten, dass erst Sonnencremes mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) 15 ausreichend vor den gefährlichen UV-Strahlen schützen. Ein höherer LSF bietet meist keinen größeren Schutz. Cremen Sie sich früh genug ein und erneuern Sie den Schutz nach dem Baden. Bedenken Sie außerdem, dass Sie sich auch trotz Sonnenschutzmittel nicht ewig risikofrei in der Sonne aufhalten können, denn auch Nachcremen verlängert die geschützte Aufenthaltszeit in der Sonne nicht.

Regeln beim Sonnenbaden

Falls Sie Medikamente einnehmen, müssen Sie vor einem Sonnenbad auf jeden Fall den Beipackzettel gründlich lesen, denn viele Medikamente erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Passen Sie die Länge des Sonnenbades also gegebenenfalls an. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie an den Körperstellen, die der Sonne ausgesetzt sind, kein Parfüm oder Deo aufgetragen haben. Durch die Sonnenstrahlen können hier bleibende Pigmentflecken entstehen. Generell raten Experten nicht öfters als 50 Mal im Jahr ein Sonnenbad zu nehmen.

Braune Haut als Schönheitsideal

Nicht umsonst frönen so viele von uns immer wieder ausgeprägten Sonnenbädern, in der Hoffnung schnell und lange braun zu sein. In unserer westlichen Welt gilt eine nahtlos knackig-braune Haut als Schönheitsideal. Das war jedoch nicht immer so. Zur Mode wurde das Bräunen bei uns erst im 20. Jahrhundert. Vorher war eine von der Sonne gebräunte Haut sogar Zeichen eines niederen gesellschaftlichen Standes. Braun waren nämlich nur Bauern oder Feldarbeiter, die bei ihren Arbeiten im Freien der Sonne nicht aus dem Weg gehen konnten. Gesellschaftlich höher gestellte Menschen, erst recht Adlige, vermieden jeglichen direkten Sonnenkontakt, um ihre "vornehme Blässe" zu bewahren. Dieses Verhalten schonte zwar die Haut, führte jedoch zu Mangelerscheinungen, da der menschliche Körper auf Sonnenlicht angewiesen ist, um beispielsweise das wichtige Vitamin D zu produzieren.

Gegen maßvolles Sonnenbaden ist deshalb nichts einzuwenden. Dabei sollte allerdings niemand übertreiben. Es sollte der Haut zu Liebe bei einer "gesunden Bräune" bleiben. Wem das Bräunen mit den wichtigen Vorsichtsmaßnahmen zu lange dauert, kann ja immer noch auf die UV-Strahlen freie Alternative in Form von Bräunungscremes zurückgreifen.

Autorin: Anne Bartel, Platinnetz-Redaktion