Heiße Steine – eine uralte Tradition

Heiße Steine auf den Körper zu legen, um ihm damit Gutes zu tun, ist eine Tradition, die nicht nur in einer, sondern in vielen alten Kulturen verankert ist. Daher stößt man in der Literatur auch auf die verschiedensten angeblichen Ursprungsländer. Doch eigentlich ist die Behandlung mit heißen Steinen aus dem pazifischen, dem amerikanischen und dem asiatischen Raum bekannt. Vor allem aus China, von den Hawaiianischen Inseln und aus den Traditionen von indianischen Schamanen wird berichtet, dass schon früh die Wirkung von heißen Steinen eingesetzt wurde. Häufig stößt man auch auf den Begriff „LaStone Massage“, was sich auf die pechschwarzen Lava-Steine zurückführen lässt, die meistens bei Warmsteinbehandlungen eingesetzt werden. Der Vorteil dieser Steine: Sie können Wärme besonders gut speichern und geben sie angenehm an den Körper ab. Bei der LaStone Massage, die sich von der normalen Hot Stone Massage unterscheidet, werden außerdem kalte Steine aufgelegt, um den Körper gleichzeitig wieder abzukühlen und ihn durch die Abwechslung von heiß und kalt zu stimulieren.

Das Auflegen der Steine

So verschieden die Herkunftsländer sind, so unterschiedlich kann die Hot Stone Massage umgesetzt werden. Allen Varianten gemein ist es, dass die glatt geschliffenen Lava-Steine im Wasserbad auf ungefähr 50 Grad Celsius erhitzt werden. Dann werden sie auf den Körper gelegt. Während sich der Behandelte bei manchen Behandlungsformen auch auf warme Steine oder eine warme Steinliege legt, verzichten andere Masseure wiederum auf die Steinunterlage. Meistens wird der Körper mit einem wohltuenden Massageöl eingerieben und dann kommen die warmen Steine ins Spiel. Idealerweise sollen sie auf die sogenannten Energiezentren gelegt werden. Also Stellen des Körpers, die die Wärme besonders gut aufnehmen und sie über das Blut im ganzen Körper verteilen. Das sind etwa der Bauch, der Rücken, aber auch die Handinnenflächen oder sogar zwischen den Zehen. Die warmen Steine bleiben eine Weile auf dem Körper liegen und wirken durch den sanften Druck und die Wärme angenehm auf den Körper ein. Anschließend beginnt die Massage.

Massage mithilfe der Steine

Die Steine werden nicht nur auf den Körper aufgelegt, sondern auch für die Massage selbst benutzt. Der Therapeut nimmt dazu die meisten Steine nach einer gewissen Einwirkungszeit wieder vom Körper ab. Zwei warme Steine nimmt er in seine Hände und streicht damit über den Körper. Je nach Grad der Verspannung oder Sensibilität der Körperstelle drückt er dabei mehr oder weniger fest auf. Auch durch kreisende Bewegungen oder durch Drücken wird ein Massageeffekt erzielt. Eine andere Methode ist es, durch die Vibration der Steine zu massieren. Dabei werden die aufgelegten Steine nicht vom Körper abgenommen. Der Therapeut klopft vielmehr mit weiteren Steinen darauf und stimuliert so den Körper mit leichter Vibration. Das mag zunächst etwas gewöhnungsbedürftig klingen, aber wird von den Behandelten als entspannend und wohltuend empfunden. Oft wird die Hot Stone Massage mit einer Aromatherapie kombiniert, wohltuende Massageöle und Düfte sorgen dann zusätzlich für Entspannung. Durch die von der Wärme geöffneten Poren kann der Körper die Wirkung der Öle besonders gut aufnehmen.

Die Hot Stone Behandlung ist eine typische Wellness Behandlung, denn sie sorgt für ein ganzheitliches Wohlgefühl. Durch die warmen Steine wird der Körper entspannt und auch der Geist kommt zur Ruhe. Die anschließende Massage mit den Steinen lockert die Muskeln und löst Verspannungen auf. Der Gegensatz von kalten und warmen Steinen bei der LaStone Behandlung regt das vegetative Nervensystem an. Werden Düfte eingesetzt, werden auch die Sinne angesprochen und man entspannt sich bei der Massage völlig. Die Hot Stone Behandlung kann am ganzen Körper, aber auch nur bei Teilmassagen eingesetzt werden. 

Autorin: Julia Heilig, Platinnetz-Redaktion