Beziehungskrisen sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Wo zwei Partner ein gemeinsames Leben führen möchten, gibt es auch Meinungsverschiedenheiten, Diskussionen und Streit. Manchmal arten diese Beziehungs-Tiefs in regelrechte Kämpfe aus. Wann sich dieser Kampf für die Liebe lohnt und wann nicht? Hier finden Sie Tipps anhand von Beispielen der häufigsten Beziehungskrisen.

Neue Liebe - aber noch gebunden

Wenn Sie sich in einen Menschen verliebt haben, der eigentlich noch durch eine andere Beziehung gebunden ist, wird sich irgendwann die Frage stellen, wie es weitergehen soll. Hat Ihr Partner versprochen, seine andere Partnerschaft zu beenden, muss früher oder später eine Entscheidung her. Wenn der andere es einfach nicht schafft, aus seiner alten Beziehung auszubrechen, müssen Sie entscheiden, ob Sie weiter um dessen Liebe kämpfen wollen oder ob Sie aufgeben. Wenn Sie den anderen lieben, sollte der erste Schritt zunächst abwartend sein. Beziehungen können kompliziert sein, weshalb Sie dem anderen nicht sofort die Pistole auf die Brust setzen sollten. Doch zu passiv dürfen Sie auch nicht sein, sonst laufen Sie Gefahr, ausgenutzt zu werden. Am besten bitten Sie zunächst um eine Zeitangabe, wie lange der andere brauchen wird, um die Dinge zu klären. Bricht der anderewiederholt sein Versprechen, sollten Sie ihm ein letztes Ultimatum setzen. Allerdings müssen Sie sich darüber bewusst sein, dass Sie dann auch die Konsequenzen ziehen müssen. Für eine Langzeit-Affäre sollte sich jeder zu schade sein - es lohnt sich nicht, um jemanden zu kämpfen, der Ihre Liebe offensichtlich gar nicht möchte. Hier sollten Sie aufgeben und sich trennen, auch wenn es noch so weh tut.

Liebe im Alltag

Nachdem die erste Phase einer Beziehung, das Frisch-Verliebt-Sein, erst einmal vorbei ist, hält der Alltag unweigerlich Einzug in die Partnerschaft. Die rosarote Brille fällt weg, die Macken des Partners beginnen einen zu nerven und die sexuelle Anziehungskraft lässt nach. Zu diesem Zeitpunkt wird die Beziehung wahrscheinlich zum ersten Mal richtig auf die Probe gestellt. Jetzt zeigt sich, ob sie sich bewährt und die Partner wirklich gewillt sind, ein gemeinsames Leben zu führen. Hier ist es sehr wichtig, dass man sich von kleinen Stolpersteinen nicht die Laune verderben lässt. Geht es wirklich nur um Dinge wie einen ständig hochgeklappten Toilettensitz, offene Zahnpastatuben oder Schmink-Orgien vorm Badezimmerspiegel, sollte man deswegen nicht den Sinn der Liebesbeziehung in Frage stellen. Das, was einen wirklich bis zur Weißglut treibt, sollte man ruhig ansprechen, aber hier werden sich in der Regel Kompromisse finden lassen. In dieser Phase der Beziehung muss man vor allem an sich selbst arbeiten und zu einer liebevollen und toleranten Einstellung dem Partner gegenüber gelangen. Das kann für den Einzelnen schon mal bedeutet, dass er den Kampf mit sich selbst aufnehmen muss, doch wird er dafür von seinem Partner und einer harmonischen Beziehung belohnt werden.

Eine Affäre oder ein Seitensprung

Was soll man machen, wenn man erfährt, dass der Partner einen Seitensprung begangen hat? Diese Frage ist unmöglich allgemein zu beantworten. Hier kommt es auf die Einstellung des Betroffenen an. Die Frage, die Sie sich stellen müssen lautet: Kann ich dem anderen das verzeihen? Denn nur, wenn Sie wirklich bereit und in der Lage dazu sind, Ihrem Partner den Fehltritt zu vergeben, hat die Beziehung überhaupt eine Chance. Doch auch dann kommt noch viel Arbeit und ein harter Kampf um die Liebe auf Sie zu. Dieser Kampf kann sich jedoch lohnen, wenn Sie überzeugt davon sind, dass Sie Ihrem Partner irgendwann wieder vertrauen können und wenn Sie daran glauben, mit ihm in Zukunft glücklich werden zu können. In einer solchen Situation darf man jedoch niemals den Fehler begehen, nur mit dem anderen zusammen zu bleiben, weil man Angst davor hat, niemand anderen mehr zu finden. Auch wer nicht alleine sein möchte, sollte sich immer vor Augen führen: Lieber ein Leben lang allein sein als ein Leben lang mit dem Falschenalleine zu sein!

Autorin: Anne Bartel, Platinnetz-Redaktion