Aber muss das tatsächlich sein? Jedes Jahr zur selben Zeit? Oder doch besser in kleineren Dosen über das Jahr verteilt?

Treffen mit der Verwandtschaft - alle Jahre wieder

„Besinnliche Weihnachten im Kreise der Familie verbringen.“ So lautet wohl der Anspruch der meisten Menschen an die Weihnachtsfeiertage. Doch häufig werden gerade die Festtage mit der Verwandtschaft zu einer ernsthaften Belastungsprobe für die Nerven. Eigentlich will man es doch gerade an diesen Festtagen Jedem recht machen, dennoch entstehen am Ende häufig Diskussionen und verbale Auseinandersetzungen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man sich gegenseitig liebt oder hasst. Tatsache ist, dass man eine Familie hat. Was etwa 356 Tage im Jahr etwas sehr Schönes ist, führt bei großen Familientreffen nun mal häufig zu Spannungen. Also was tun?

So kann es mit der Verwandtschaft funktionieren

Die Antwort ist: Die Dosis macht’s! Kombiniert man das mit einem perfekten Timing, steht einem erfüllenden Familientreffen nichts im Wege. Denn eigentlich wollen doch alle nur dasselbe: Ein gemütliches Beisammensein. Hier ein paar Anregungen, wie man sich vor, bei und während Familienbesuchen verhalten kann – dann klappt’s auch mit der Verwandtschaft:

•    Seien Sie sich im Klaren darüber, was Sie wollen. Beziehen Sie gegebenenfalls Ehepartner und Kinder mit in Ihre Überlegungen ein. Nicht jeder Feiertag muss traditionell gefeiert werden, wenn es Ihnen widerstrebt. Man kann auch mal in den Urlaub fahren oder einfach alleine zu Hause bleiben.

•    Stehen Sie zu Ihrer Entscheidung! Haben Sie sich einmal für oder gegen Ihren Besuch bei der Familie entschieden, bleiben Sie auch dabei. Sonst wirken Sie unglaubwürdig und Ihre Gründe fadenscheinig.

•    Machen Sie sich einen Plan! Überlegen Sie, wer Ihnen in Ihrer momentanen Lebenssituation nahe steht, wen Sie länger nicht gesehen haben, wer in Ihrer Nähe wohnt und wer Sie zu welchem Anlass eingeladen hat.

•    Optimieren Sie! Beraten Sie mit Ihren engsten Verwandten, wie man die Treffen am besten organisieren und kombinieren könnte. Suchen Sie gemeinsam nach möglichen Kompromissen.

•    Bleiben Sie nie zu lang! Heiligabend, erster oder zweiter Weihnachtsfeiertag – ein Tag ist völlig ausreichend. Für Geburtstage gilt dasselbe: Sobald Sie beginnen, negative Schwingungen im Raum zu spüren, ist es Zeit, sich zu verabschieden.

•    Machen Sie keine Versprechen und Verabredungen, die Sie nicht einhalten können. Wenn Sie noch keinen genauen Plan haben, bleiben Sie lieber unverbindlich.

•    Seien Sie nicht nachtragend! Wenn Sie ein Familienmitglied über einen längeren Zeitraum nicht gesehen haben, halten Sie ihm beim nächsten Treffen nicht vor, was vor Monaten oder Jahren war.

Autor: Sabine Fischer, Platinnetz-Redaktion