Man sollte meinen, die Sorge vor der ersten offiziellen Begegnung mit Freunden und Familie des neuen Partners hätte man mit der Teenager-Zeit hinter sich gelassen. Tatsächlich ist es als Erwachsener genauso aufregend wie bei der ersten großen Liebe. Der Wunsch nach einer harmonischen Beziehung, in der man auch in den Familien-und Freundeskreis aufgenommen wird, besteht wohl im jedem Alter - egal ob mit 18 oder 58. Denn auch wenn man wohl schon einige Erfahrung beim Kennenlernen der Angehörigen eines Partners sammeln konnte, so hat man es doch immer mit völlig neuen Menschen zu tun. Vielleicht hat man ja in der Vergangenheit auch schlechte Erfahrungen machen müssen, beispielsweise durch eine Beziehung, die an der Nicht-Akzeptanz durch Familie und Freunde gescheitert ist.
Man sollte sich zunächst aber Folgendes bewusst machen: Es heißt etwas Gutes, wenn man Freunde und vor allem Familie offiziell kennenlernen soll. Denn es zeugt davon, dass der Partner es wirklich ernst mit einer festen Beziehung meint. Eine lockere Affäre würde man wohl kaum offiziell seinen Liebsten vorstellen.

Die Familie

Zeigen Sie vorab Interesse an der Familie, schauen Sie mit Ihrem Partner Fotoalben an, fragen Sie ihn nach Beruf, Hobbys und Kulturvorlieben seiner Familienmitglieder. Wenn bei der offiziellen Begegnung statt unbeschwerter Plauderei ein peinliches Schweigen entsteht, dann kann man solche Dinge ansprechen - werden Sie aber nicht gleich zu persönlich (wie etwa Fragen nach dem Gehalt), sondern halten Sie die Themen eher allgemein. Wenn Sie sich vorher über die Familienverhältnisse schlau gemacht haben, können Sie auch peinliche Fettnäpfchen wie Verwechslungen vermeiden. Welche Schwester will schon für die Mutter des Partners gehalten werden?

Egal ob die Kinder des Partners (sofern vorhanden) schon aus dem Haus sind oder noch daheim wohnen, ist die Begegnung mit einem neuen Partner oft ein kompliziertes Unterfangen. Lebt man etwa noch mit den Kindern zusammen, so ist ein Akzeptanz dieser gegenüber des neuen Partners über die Maßen wichtig. Versteht man sich nicht, wird es zu Hause permanent zu Streit- und Konfliktsituationen kommen. Versuchen Sie aber nicht, die Kinder mit teuren Geschenken zu bestechen, sondern seinen Sie aufmerksam und nehmen Sie die Kinder ernst. Auch wenn die Kinder des Partners bereits ausgezogen sind, so ist eine gute Beziehung wichtig. Die Kinder sind wohl das Wichtigste im Leben Ihres Partners - wenn diese Sie ablehnen, werden Besuche schnell unangenehm und Ihr Partner könnte zweifeln, ob Sie wirklich zueinander passen, wenn die Kinder Sie als ungeeignet ansehen.

Die Freunde

Im Freundeskreis des Partners ist es wichtig, nicht zu sehr am Liebsten zu klammern. Zeigen Sie, dass Sie seine Freunde auch wirklich kennenlernen wollen und Sie nicht nur wegen des Partners mitgekommen sind. Seien Sie aufgeschlossen, gehen Sie auf die Freude zu und erzählen Sie etwas von sich. Wenn Sie nicht von des Partners Seite weichen, dann gelten Sie schnell als Klette, die nichts mit den Freunden zu tun haben will und den Partner völlig für sich allein beansprucht. Versuchen Sie besonders, die Sympathie der besten Freundin des Partners zu gewinnen - wenn Sie diese von sich überzeugt haben, wird sich der Partner in seiner Wahl bestätigt fühlen.

Bleiben Sie, wie Sie sind

Setzen Sie sich vor der ersten offiziellen Begegnung mit dem sozialen Umfeld Ihres Partners nicht unter Druck. Seien Sie so, wie Sie sind, Natürlichkeit kommt immer am Besten an.
Seien Sie sich darüber bewusst, dass der Partner es ernst mit Ihnen meint, sonst würde es nicht zu einem solchen Treffen kommen. Wenn Sie ihm so wichtig sind, dann werden auch seine Familie und Freunde Sie kennen und mögen lernen wollen.

Autorin: Sophia Wiese-Wagner, Platinnetz-Redaktion