Es folgten das erste Date, das gemeinsame romantische Dinner, die Kinobesuche oder Fernsehabende. Und dann?

Schmetterlinge führen zur Liebe?

Beziehungsexperte Werner Baumann geht der Frage nach, wie sich aus dem Verliebtsein auch tatsächlich Liebe entwickeln kann. In seinem Buch „Aufbruch – der erfolgreiche Weg in eine erfolgreiche Beziehung“ hebt er bei der Beantwortung dieser Frage insbesondere den Aspekt des gegenseitigen Kennenlernens hervor. Baumann schreibt: „Liebe bezieht sich im Gegensatz zum Verliebtsein auf die Seite des Menschen, die man kennt. Liebe ist ein Zustand, in dem man mit dem, was man von einer Person kennt, voll zufrieden ist, sich bei der Person wohl fühlt, sich verstanden und sicher fühlt.“

Das Kribbeln der ersten Tage entsteht also aus einem gewissen Unsicherheitsfaktor. Kennt man seinen Partner schon ziemlich gut, wird es demzufolge immer schwieriger, die Schmetterlinge im Bauch wieder aufleben zu lassen. Begreift man jedoch den Unterschied zwischen Verliebtsein und Liebe, verlagert sich die Gefühlswelt auf eine andere Ebene. Denn wie Baumann sagt: „Liebe zielt darauf ab, dass sich das Glücksgefühl der beiden Personen optimal verstärkt.“

Der Lauf der Zeit

Nach den ersten Momenten der Verliebtheit wird es schließlich ernst. Auch Elke musste das erleben: „Dann verschwindet die rosarote Brille und ich sah plötzlich Fehler und Macken bei dem Menschen, der bis zu diesem Zeitpunkt vollkommen war.“ Was man vorher im blinden Liebesrausch gar nicht bemerkte, tritt nun immer deutlicher zutage. Also was tun? Die Uhr zurückdrehen und von vorne beginnen? Das funktioniert leider nicht so einfach.

„Ist man an einer festen Beziehung interessiert, sollten sich beide Partner darum bemühen“, meint Elke. „Von nichts kommt nichts!“ Deshalb: Überlegen Sie gemeinsam, was Sie gegen die alltägliche Routine unternehmen können. Motivieren Sie sich gegenseitig zu Städtetrips oder Theater-, Konzert- und Musicalbesuchen. Probieren Sie neue Dinge aus: Kochen Sie gemeinsam mal was Neues, packen Sie aufgeschobene Dinge an und verbannen Sie den Fernseher aus dem Schlafzimmer. Gerade im Bett sollten Sie sich um Harmonie, Zusammenhalt und Zuneigung bemühen. Es muss nicht immer Sex sein – eine Partnermassage wirkt Wunder!

Schmetterlinge sind nicht für die Ewigkeit

Wenn man anfängt, von seinem Partner ständig genervt zu sein und an jeder Kleinigkeit ein Haar findet, sollten Sie sich überlegen, ob diese Beziehung tatsächlich das ist, was Sie möchten. Entweder Sie beschließen, für die Beziehung zu kämpfen oder realisieren, dass es sich nicht lohnt. Sprechen Sie mit Ihrem Partner und entscheiden Sie, welchen Weg Sie gehen: als Paar oder allein.

Elke war an diesem Punkt. Sie und Norbert entschieden sich für eine gemeinsame Zukunft. Heute passen sie genau zu den Beschreibungen Baumanns: „Beide Personen fühlen sich absolut wohl in der Beziehung. Es gibt nichts, das man dem Partner vorenthalten möchte, das Zusammensein steigert das Wohlbefinden und führt zu großen Kräften.“

Elkes Rezept, das Kribbeln im Bauch neu zu entfachen: „Tun Sie etwas vollkommen Verrücktes! Zusammen! Ein spontaner Fallschirmsprung, eine Nachtwanderung oder so was in der Art. Das verbindet und gibt neue Energie. Versuchen Sie, die positiven Seiten an Ihrem Partner zu sehen“, rät Elke. „Und wenn das alles nicht funktioniert, bleibt immer noch der Schokopudding!“

Autor: Sabine Fischer, Platinnetz-Redaktion