Das perfekte Parfum sollte den eigenen Stil unterstreichen und den Charakter seines Trägers widerspiegeln. Das passende Parfum zu finden, ist daher keine leichte Aufgabe. Lieber orientalisch schwer oder blumig frisch? Da hilft nur eins: das Parfum testen.

Beim Parfum testen Zeit mitbringen

Die neue Armbanduhr, eine exklusive Ledercouchgarnitur, das Abendkleid – das alles sind Luxusgüter, bei denen man sich jede Menge Zeit für die Auswahl nimmt. Schließlich investiert man viel Geld und möchte die richtige Entscheidung treffen. Auch das Parfum zählt zu diesen Luxusgütern. Und gerade beim Parfum macht es besonders viel Sinn, das Produkt zu testen. Denn ein Parfum ist so hergestellt, dass es verschiedene Duftnoten beinhaltet, die erst nach und nach zur Geltung kommen. Die Kopfnote ist der Duft, der in den ersten Minuten nach dem Aufsprühen dominiert und am stärksten zu riechen ist. Die darin enthaltenen Düfte sind stark, da sie den Kunden zum Kauf verführen sollen. Doch nach einer gewissen Zeit, meistens innerhalb einer Stunde, verfliegen die ersten Düfte der Kopfnote. Dann ist die Herznote des Parfums zu riechen, sie prägt den Charakter des Duftwässerchens und ist der wichtigste Teil. Die Basisnote sorgt schließlich für den letzten Hauch, den man am Abend vom Parfum noch auf der Haut trägt. Innerhalb mehrerer Stunden entfaltet sich also erst die gesamte Wirkung eines Parfums. Diese Zeit sollte man sich beim Parfum testen immer nehmen, denn die jeweiligen Duftnoten können sich voneinander unterscheiden.

Parfum testen – zuerst auf einen neutralen Träger aufsprühen

Neben diesen verschiedenen Duftnoten entfaltet sich das Parfum erst komplett im Zusammenspiel mit dem Körperduft. Schließlich hat jeder Mensch seinen ganz eigenen Geruch und folglich riecht ein und dasselbe Parfum bei jeder Person unterschiedlich. Will man in einer Parfümerie die richtige Entscheidung treffen, sollte man sich aber nicht gleich alle freien Körperstellen mit Parfum einsprühen. Damit erreicht man nur ein Düftechaos. Viel besser ist es, die neutral riechenden Papierstreifen zu benutzen, will man das Parfum testen. Liegen einmal keine aus, können Sie eine andere, neutral duftende Unterlage benutzen. Die Duftstreifen können Sie dann beschriften und im Laufe des Tages immer wieder daran schnuppern, um zu testen, wie sich der Duft verändert. Achten Sie aber darauf, die Probestreifen nicht miteinander zu vermischen. Steckt man alle Probierstreifen zusammen in die Handtasche, vermischen sich die Düfte. Doch ein Parfum ist eine Kombination von harmonisch aufeinander abgestimmten Inhaltsstoffen. Werden mehrere Parfums vermischt, geht der eigentümliche Duft eines einzelnen Parfums verloren.

Nur das beste Parfum auftragen

Hat man so über das Beschnuppern der Papierstreifen einen Favoriten gefunden, ist es am sinnvollsten, sich auch nur dieses eine Parfum auf den Körper aufzusprühen. Dann kann sich der Parfumduft voll entfalten und die Noten kommen nacheinander zur Geltung. Schließlich soll sich das neue Lieblingsparfum auch im Alltag bewähren. Haben Sie mehrere Parfums, die in die engere Auswahl kommen, fragen Sie in der Parfümerie nach, ob Sie Parfümpröbchen bekommen können. So kann man jeweils einen ganzen Tag lang testen, wie einem das Parfum gefällt. Ein Parfum testen funktioniert übrigens am besten am Morgen. Dann ist die Nase noch nicht von vielen anderen Düften beeinflusst, die einem tagtäglich begegnen und auch der eigene Körper riecht noch neutral. Wenn Sie ein Parfum testen, tragen Sie es zudem direkt auf die Haut auf. Kleidung oder Schmuck sollten Sie nie besprühen. 

Autorin: Julia Heilig, Platinnetz-Redaktion