Was also hält die beiden in ihrer Partnerschaft zusammen? Die Gleichheit oder der Unterschied.

„Gleich und Gleich gesellt sich gern“

Vor jeder Partnerschaft steht das Kennenlernen. Man spricht über Musik, Hobbys, Beruf, Familie und Lebensziele. Hat man einen gemeinsamen Nenner gefunden, tauscht man sich eifrig darüber aus. Im besten Fall entwickeln sich gegenseitige Sympathien, und die Verabredung zum gemeinsamen Abendessen steht.

Wissenschaftler begründen diese Suche nach Gemeinsamkeiten mit dem Bedürfnis nach Sicherheit und Zusammengehörigkeit. Hat man einen Partner gefunden, der die gleiche Bildung, Einstellung, Intelligenz, Interessen und Attraktivität besitzt, kann man davon ausgehen, dass man mit den eigenen Ansichten und Meinungen nicht alleine ist. Anders gesagt: Ein ähnlicher Partner bestätigt uns selbst und vermittelt damit Sicherheit.

„Gegensätze ziehen sich an“

Aber auch Unterschiede bestimmen die Partnerschaft. Verschiedene Charaktereigenschaften dienen dazu, dass man sich durch die Beziehung zum anderen als „Ganzes“ fühlt. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich unterschiedliche oder auch gegensätzliche Persönlichkeitsmerkmale in einer Partnerschaft durchaus wirkungsvoll gegenseitig ergänzen. Demnach profitiert man als Paar von den verschiedenen Stärken und Schwächen des Partners.

Tipps für eine intakte Partnerschaft

Es gibt zwar nicht das Patentrezept für das Funktionieren einer Partnerschaft, aber dennoch einige Tipps, wie das Miteinander positiv gestaltet werden kann. Hier ein paar Verhaltenshinweise, die man sich ab und an ruhig mal vor Augen führen sollte:

  • Das A und O in einer Beziehung heißt Respekt! Verlieren Sie nie die Achtung vor Ihrem Partner!
  • Reden, reden, reden! Tauschen Sie sich untereinander aus. Ihr Partner ist kein Hellseher!
  • Sorgen Sie für gute Stimmung und seien Sie nicht streitsüchtig. Man muss nicht immer jedes Wort auf die Goldwaage legen!
  • Diskutieren Sie maßvoll: Nicht alles muss bis ins Letzte ausdiskutiert werden. Aber fressen Sie auch nicht alles in sich hinein – die Dinge sollten schon beim Namen genannt werden.
  • Achten Sie in Konfliktsituationen auf Ihren Tonfall und Gestik! Denn: „Der Ton macht die Musik!“.
  • „Nobody is perfect!“ Lieben Sie Ihren Partner so, wie er ist.
  • Kritik verteilen kann jeder. Aber: Lösen Sie zunächst Ihre eigenen Probleme und kommen für sich ins Reine, bevor Sie sich auf die Makel des Partners fixieren. Man kann auch gemeinsam an Fehlern arbeiten!
  • Pflegen Sie Freundschaften, Hobbys und eigene Interessen – man muss nicht immer alles gemeinsam machen. Aber: Schließen Sie Ihren Partner dabei nicht aus! Lassen Sie ihn am Erlebten teilhaben, indem Sie ihm darüber berichten.
  • Lassen Sie die Beziehung nicht schleifen – seien Sie aktiv! Kleine Geschenke oder andere Aufmerksamkeiten versüßen den Alltag in der Partnerschaft. Denn: „Von nichts kommt nichts.“
  • Halten Sie die Sexualität lebendig! Das macht Spaß, ist gesund und festigt die Verbindung.
  • Loben Sie Ihren Partner, so oft Sie können. Das tut gut, schenkt Beachtung und vermittelt Aufmerksamkeit.
  • Ziele und Lebensplanung in der Partnerschaft gemeinsam verwirklichen – das verbindet und gibt eine Zukunftsperspektive!


Eine intakte Partnerschaft braucht Gemeinsamkeit

Bei der Umsetzung dieser Ratschläge sollten Sie sich eines immer vor Augen halten: Jeder Mensch ist anders! Und so sind es auch die partnerschaftlichen Beziehungen, die wir eingehen. Bleiben Sie sich selber also treu und überlegen Sie in der jeweiligen Situation, welches Verhalten angemessen ist. Finden Sie gemeinsam raus, was Sie verbindet und was Sie sich unter einer erfüllten Partnerschaft vorstellen!

Autor: Sabine Fischer, Patinnetz-Redaktion