Es ist schwierig, Emotionen und Gefühle in Worte zu fassen. Kosenamen sind eine einfache Form, um seinem geliebten Partner auch im Alltag ein Gefühl von Liebe und Intimität zu vermitteln. Dabei reicht die Bandbreite der Kosenamen von den Klassikern wie Schatz und Engel bis hin zu Moppelpoppel oder Klötzchen.

Schatz, Maus und Engel - die Top 3 der Kosenamen

Der absolute Klassiker unter den Kosenamen, die man seinem Partner verleiht, ist und bleibt Schatz und dessen Varianten, wie etwa Schatzi, Schatzilein und so weiter. Je nachdem, welcher der vielen Umfragen zum Thema man Glauben schenken möchte, folgen dann alle möglichen Varianten von Maus, Engel, Liebling, Bär, Spatz, Süße/r oder Hase. Kosenamen sind oft Verniedlichungsformen wie Schnucki oder auch Namen aus dem Reich der Tiere. Auch hier spielt allerdings die Verniedlichung eine entscheidende Rolle. Besonders liebevoll gemeinte Kosenamen stammen daher auch von eher kleinen oder süßen Tieren wie zum Beispiel Hase. Dabei können Kosenamen auf unterschiedliche Art und Weise entstehen. Entweder die Partner bedienen sich der Klassiker wie Schatz oder Liebling. Oder sie geben sich Namen, von denen sie finden, dass sie zum anderen passen, wie etwa Engel zu einer besonders warmherzigen Partnerin oder Romeo zu einem besonders romantischen Mann. Auch Tiernamen sind manchmal darauf zurückzuführen, dass bestimmte Eigenschaften des tierischen Namensgebers auch auf den geliebten Menschen zutreffen. Das können äußerliche Merkmale oder auch tatsächliche oder sprichwörtliche Eigenschaften sein, wie etwa beim Kosenamen Hengst. Auch Fantasie-Namen, die einmalig und individuell sind, gibt es überall. So gibt es etwa LoWü als Abkürzung für Lockenwürmchen, für eine Frau mit lockigem Haar, oder auch Flecki, für jemanden mit besonders vielen Sommersprossen.

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Kosenamen. Während die einen es niedlich finden, sich gegenseitig Dicki oder Viech zu nennen, gilt dies für die anderen als verletzende Beleidigung. Und auch wenn man selbst zum Beispiel Tiernamen als Kosenamen mag, gibt es Menschen, die das einfach nur albern, peinlich oder vielleicht sogar herabwürdigend finden. Da Kosenamen etwas so intimes und emotionales sind, sollte mit ihnen auch sensibel umgegangen werden. Seinem Partner einen Kosenamen zu verpassen, den er nicht mag, kann sehr verletzend sein und schnell zum Streitpunkt werden.

Im Supermarkt ruft man nicht nach dem Engel oder dem Apfelpopöchen

Die meisten Kosenamen sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Während man Schatz oder Liebling vielleicht auch in Anwesenheit von Freunden sagt, wird es bei Engel oder Spatz bereits intimer. Gerade Kosenamen wie Pupsi oder Selbstschöpfungen wie Kamoppelrapoppel sind in der Regel nicht für die Ohren Dritter gedacht und wirken in der Öffentlichkeit einfach nur peinlich. Dass die meisten Menschen das so sehen, fanden Wissenschaftler der Uni Augsburg heraus. Die befragten 1083 Menschen zum Thema Kosenamen für den Partner. Lediglich 39 davon gaben an, ihren Partner in jeder Situation beim Kosenamen zu nennen. Generell gilt: Je öffentlicher die Situation desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass jemand beim Kosenamen gerufen wird.

Lieb gemeinte Kosenamen sind sozusagen das verbale Kuscheln zweier Partner. Indem man für seinen Liebsten oder seine Liebste eine eigene, intime Bezeichnung hat, mit der nur man selbst ihn anspricht, schafft man Verbundenheit. Mit einem einzigen Wort lässt sich eine ganze Bandbreite an Gefühlen ausdrücken. Dabei greifen viele Paare auch auf mehrere verschiedene Kosenamen zurück. So kann man die Liebste im Supermarkt Schatz, unter Freunden Engel und in den eigenen vier Wänden Taf Taf - Verdoppelung von Tollste Frau aller Zeiten - nennen.

Autorin: Anne Bartel, Platinnetz-Redaktion