Anfangs kreisen die Gedanken den ganzen Tag nur darum, wie man dem Partner eine Freude machen könnte. Welches Geschenk würde ihn freuen, wie kann ich dem Partner zeigen, wie unglaublich wichtig er für mich ist? Man könnte Stunden damit verbringen, sich in die Augen zu sehen. Allein zusammen auf dem Sofa zu sitzen, hat schon etwas von Romantik. Nach einiger Zeit reicht einem das natürlich nicht mehr aus. Keiner kann sein Leben lang mit verklärtem Lächeln auf Wolke sieben durch die Welt schweben.

Zu viel Alltag schadet der Romantik

Ist erst einmal der Alltag eingekehrt, wandeln sich die Gefühle füreinander. Die Verliebtheit wandelt sich in Liebe und Vertrautheit. Man entwickelt gemeinsame Rituale, kennt die Gewohnheiten des anderen in- und auswendig und irgendwann gehört der Partner zum eigenen Leben wie der Schrank zum Wohnzimmer. Diese Sicherheit und Vertrautheit ist nichts Schlechtes. Es ist schön, sich auf den anderen verlassen zu können und Vertrauen in seine Liebe und den Bestand der Beziehung zu haben. Doch im schlechtesten Fall wird man sich im Lauf der Jahre so vertraut, dass sich die Liebe in eine gute Freundschaft verwandelt. Dem anderen dabei zuzusehen, wie er sich die Zehennägel schneidet, lässt in niemanden Romantik aufkeimen. Zu viel Nähe, zu viel Alltag schadet der Romantik. Ein bisschen Distanz und Überraschung muss immer bleiben, auch wenn man schon viele Jahre zusammen lebt. Entscheidend ist ein gesundes Gleichgewicht zwischen Nähe und Intimsphäre. Wer damit Schwierigkeiten hat, kann sich überlegen, was er in den ersten Wochen der Partnerschaft in Gegenwart des anderen getan und gelassen hat.

Die Kunst der Balance zwischen Nähe und Distanz, die so wichtig für den Erhalt der Romantik ist, bezieht sich auch auf den Alltag. Hat jeder der Partner ein eigenes Leben, das er ganz für sich allein hat? Ein eigenes Leben macht Sie für den Partner spannend und interessant. Und Spannung und Interesse bringen von allein wieder Romantik in die Beziehung. Sich rar machen: Dieser Rat unserer Großmütter kommt nicht von ungefähr. Ein aktiver, selbstbewusster Mensch ist spannend. So erhält man immer die Neugier aufeinander, die so wichtig für die Romantik ist.

Kleine Gesten erhalten die Romantik

Um die Romantik in einer langjährigen Beziehung zu erhalten oder sie zurück zu holen, muss man sich etwas Mühe geben. Aber das ist es doch wert, oder? Man kann sich zum Beispiel an den Beginn der Beziehung erinnern und wie damals kleine Überraschungen und Geschenke in den Alltag einbauen. So etwas zeigt dem Partner, dass man sich darüber freut, dass man sein Leben mit ihm teilt und dass man das eben nicht für selbstverständlich hält. Das Geschenk sollte unbedingt den Interessen des Partners entsprechen. Das zeigt, dass man sich Gedanken gemacht hat. Ein Strauß Rosen sagt immer „Ich liebe Dich“ und man liegt nie falsch damit. Trotzdem ist ein individuelleres Geschenk ausdrucksstärker. Schenken Sie doch statt der Rosen einmal einen ganzen Rosenstrauch, den Sie in den Garten pflanzen und dem Partner widmen. Schöne Gesten sind auch die, die dem Partner den Alltag versüßen. Eine liebevoll zusammengestellte Lunchbox für die Mittagspause lässt den Partner auch während der Arbeit an Sie denken. Wenn es etwas mehr sein darf, kann man auch ein Wochenende voller Romantik buchen. Viele Hotels bieten entsprechende Pakete an. Verraten Sie Ihrem Partner aber nicht, wo es hin geht, das macht es spannender.

Weniger aufwendig, aber sehr wirkungsvoll ist es, kleine Liebesbotschaften in der Wohnung zu verteilen. Schreiben Sie kleine Zettelchen und verstecken Sie diese zum Beispiel im Kleiderschrank in der Unterwäsche oder in den Socken oder legen Sie einen in eine Kaffeetasse oder verstecken Sie ein Zettelchen im Portmonee des Partners. Vielleicht bringt auch ein Sonntagsfrühstück im Bett die Romantik zurück. Was sich aus dem Frühstück dann weiter entwickelt, bleibt Ihrer Fantasie überlassen.

Autorin: Elke Liermann, Platinnetz-Redaktion