„Jedem Tierchen sein Pläsierchen“ – so sagt es der Volksmund und er hat recht. „Ich bin seit 20 Jahren Vegetarierin und könnte niemals mit einem Mann zusammen leben, der Fleisch isst. Das macht die Suche in einer normalen Partnerbörse schwierig.“ Ute (50) hat bei ihrer Suche nach dem perfekten Partner schon einiges erlebt. „Männer, die vegetarisch leben, sind selten. Die meisten wollen ein ordentliches Steak auf dem Teller haben. Das ist für mich unerträglich!“ Die Lösung ist die Partnerbörse speziell für Vegetarier. Hier können Frauen wie Ute ganz gezielt nach einem Partner suchen, der ihre Einstellung teilt.

Partnerbörsen für Vegetarier, Christen und Akademiker

Meldet man sich bei kostenpflichtigen Partnerbörsen an, macht man zunächst einen psychologischen Test, um schon einmal die persönliche Spreu vom persönlichen Weizen zu trennen und nicht in der Masse bindungswilliger Singles unterzugehen. Bei speziellen Partnerbörsen hat man gleich einen weiteren Punkt, den man auf der Liste der Gemeinsamkeiten notieren kann. Der Vorteil spezieller Partnerbörsen liegt auch darin, dass man bereits zu Beginn des Gesprächs eine Gemeinsamkeit hat, auf die man aufbauen kann. Neben Partnerbörsen für Vegetarier und Veganer gibt es auch spezielle Partnerbörsen für Christen. „Ich bin überzeugter Christ, die Religion prägt bei mir Alltag und Sonntag“ meint der 45jährige Klaus. „Meine Partnerin muss das akzeptieren. Eine nicht-religiöse Frau wäre für mich undenkbar.“ In christlichen Partnerbörsen findet Klaus Gleichgesinnte.

Auch ähnlich gelagerte Probleme können Menschen zusammenführen. In Partnerbörsen für allein erziehende Väter und Mütter können sich Singles treffen, ohne befürchten zu müssen, wegen des Kindes auf Ablehnung zu stoßen. Man kann sich über Probleme austauschen oder über die neuesten Geschichten der Kinder ins Gespräch kommen. Jeder versteht die Probleme und Herausforderungen, die der Alltag für allein Erziehende bereit hält und man kann sich gegenseitig unterstützen.

Probleme bei der Partnersuche haben auch Menschen mit Behinderungen. Häufig werden sie auf ihre Behinderung reduziert und der Mensch dahinter gar nicht weiter zur Kenntnis genommen. Oft klagen Behinderte, dass zunächst Interesse an einem Treffen besteht, der Kontakt aber sofort abgebrochen wird, wenn die Behinderung zur Sprache kommt. Je nach Art der Behinderung ist auch das Ausgehen nicht ganz leicht und es kann problematisch sein, neue Leute kennen zu lernen. Partnerbörsen speziell für Behinderte können hier vermitteln. Man ist unter sich und muss sich nicht rechtfertigen. Hier bestehen keine Barrieren in den Köpfen. Neben Partnerbörsen für Homosexuelle, für Akademiker oder regionalen Partnerbörsen gibt es auch Agenturen, die Flirts und Seitensprünge vermitteln. Diskret und anonym natürlich. So ist für jeden gesorgt.

Partnerbörsen für Tiere?

Es gibt sie tatsächlich: Partnerbörsen für einsame Papageien. Papageien können sehr, sehr alt werden und oft überleben sie ihre Partner. Bleibt ein Papagei für den Rest seines Lebens allein, entwickelt er Verhaltensstörungen und wird traurig und depressiv. Papageien sind sehr intelligente Tiere, die einen Artgenossen zum Austausch dringend brauchen. Nun kann man sie nicht in jedem Zoogeschäft kaufen und wenn doch Vögel da sind, sind sie zu jung für den traurigen Hinterbliebenen. Hier vermitteln die Partnerbörsen für Papageien und Sittiche. Auch die so genannten „Unzertrennlichen“, Agaporniden oder Rosen,- Pfirsich- oder Rußköpfchen können auf die Unterstützung spezieller Partnerbörsen bauen. Natürlich mit Frauchens Hilfe an Computer und Telefon. Ob nach erfolgreicher Partnersuche dating auf dem Papageien-Programm steht, bleibt dann auch Frauchen überlassen.

Autorin: Elke Liermann, Platinnetz-Redaktion