Statistisch gesehen ist das heißeste Pflaster für Singles München, dagegen scheint Frankfurt unter den Großstädten die schlechteste Wahl zu sein, wenn man nach einer neuen Liebe sucht. Einige Zahlen aus aktuellen Umfragen deuten dies zumindest an. Dafür wurden Singles aus den fünf größten Städten Deutschlands befragt.

Ist für Singles München das beste Pflaster?

Rein zahlenmäßig könnte es sich für Menschen auf Partnersuche lohnen, direkt die Koffer zu packen und nach München zu ziehen. Denn in der bayerischen Landeshauptstadt wurden die meisten Menschen ohne Partnerschaft gezählt, dort sind 28,8 Prozent der Einwohner alleinstehend. Unter den Großstädten ist das der absolute Spitzenwert, dicht gefolgt von der Hauptstadt Berlin. Eine große Auswahl ist also vorhanden, das schlägt sich auch auf die Stimmung der Singles nieder. So ist für Singles München auch bei der Lebensqualität ganz weit vorne. Ganze 71 Prozent gaben an, sich in der Metropole an der Isar wohl zu fühlen, vor allem die Freizeitmöglichkeiten und das breite Kulturangebot wurden als positiv bewertet. Doch ganz so perfekt ist auch die Welt in Bayern nicht. München war in der Umfrage die Großstadt, in der die Singles in einer Beziehung am wenigsten dazu bereit sind, Abstriche beim eigenen Leben zu machen. 90 Prozent der Alleinstehenden gaben an, in einer Beziehung viel Zeit für sich selbst zu wollen – damit führen sie die Statistik deutlich an.

Die Frankfurter sind selbstlos

Schlusslicht der Umfrage ist dagegen Frankfurt. Hier leben nicht nur die wenigsten Singles, sondern Frankfurt wurde von den befragten Alleinstehenden auch mit den schlechtesten Noten bedacht. Nur 27 Prozent der Singles gaben an, gerne in Frankfurt zu leben. Die Karrierechancen wurden in der Mainmetropole im Gegensatz dazu als günstig bewertet und damit liegt Frankfurt zumindest in diesem Bereich ganz vorne. Interessant, dass gerade die Frankfurter Singles in der Umfrage angaben, die Karriere für die Beziehung zurückstellen zu wollen. Und 77 Prozent der Frankfurter sagten sogar, Zeit für sich selbst sei ihnen in der Partnerschaft nicht so wichtig. So schlecht sieht es in Frankfurt also gar nicht aus. Zwar leben hier die wenigsten Singles im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten, doch die sind auch am ehesten dazu bereit, viel in die Partnerschaft zu investieren.

Auch die Umfragewerte der Stadt Köln ergeben ein interessantes Bild. Die Kontaktfreudigkeit, die den Domstädtern nachgesagt wird, nehmen gerade Singles wahr. 35 Prozent der Kölner Singles gaben an, in ihrer Heimatstadt besonders leicht neue Kontakte knüpfen zu können. Damit ist Köln absoluter Spitzenreiter. Auch ist die Sehnsucht der Kölner groß, sich in einer Partnerschaft sicher und gut aufgehoben zu fühlen. Doch während in der Beziehung Nähe angesagt ist, gab nur ein Drittel der Kölner an, dass regelmäßige Treffen mit der Familie wichtig sind. Damit ist Köln in Bezug auf die Familie das Schlusslicht der Umfrage. Die Hamburger dagegen schätzen Zeit mit der Familie sehr, 43 Prozent der Singles sagten, ihre Freizeit am liebsten mit der Familie zu verbringen. Enge Bande werden von den Hanseaten auch in der Partnerschaft geknüpft, 60 Prozent gaben an, dass es ihnen wichtig ist, gemeinsame Hobbys mit dem Partner zu haben. Das sind so viele Menschen wie in keiner anderen Großstadt.

Singles in Deutschland

Welche Schlüsse man aus diesen Statistiken zieht, kann jeder für sich selbst entscheiden. Sollten Singles München den Vorzug geben, der Stadt, in der die Auswahl am größten ist? Ist Köln das beste Pflaster, wo man am leichtesten Kontakte knüpfen kann? Oder sind die Hamburger die beste Wahl, die viel Zeit mit Partnern und Familie verbringen? Egal in welcher Gegend man lebt, die Chancen eine neue Liebe zu finden, sind zahlenmäßig gar nicht so schlecht. Nach Angaben der Statistik gibt es allein in den fünf größten Städten Deutschlands rund 1,4 Millionen Singles. Die Frauen sind dabei in der Überzahl, nur in Frankfurt am Main leben mehr männliche Singles als alleinstehende Frauen. Vielleicht für die Damenwelt der entscheidende Grund, sich bei den selbstlosen Frankfurtern umzuschauen? 

Autorin: Julia Heilig, Platinnetz-Redaktion