Ein Aquarium einrichten: So fühlen sich die Fische wohl

Bunt schillernde Fische in allen Farben, Größen und Formen ziehen ihre Kreise im Aquarium. Pflanzen, Deko und das leise Blubbern der Pumpe verströmen Entspannung und Ruhe. Aber wer sich ein Aquarium einrichten möchte, kann nicht einfach ein Becken kaufen und es mit Wasser füllen.

Süßwasser oder Salzwasser? Welche Fische passen zueinander und wie muss die Einrichtung aussehen? Wer sich ein Aquarium als Hobby ausgesucht hat, muss einiges wissen und vieles beachten. Der berühmte Goldfisch im Glas ist nämlich keineswegs artgerecht gehalten.

Ein Aquarium soll her

Wichtig für Anfänger ist eine gute Planung. Man sollte sich vor der Anschaffung des Aquariums einige Gedanken machen. Zuerst muss klar sein, dass ein Aquarium Arbeit macht, auch wenn es nicht so aussieht. Mindestens eine Stunde in der Woche muss man schon einplanen. Außerdem sind Fische Lebewesen und haben Bedürfnisse, die man nicht unterschätzen darf.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist Geduld. Wenn man ein Becken gekauft hat, kann man nicht sofort Pflanzen und Fische hinein geben. Zunächst muss der Boden des Aquariums mit Grund bedeckt werden. Dann kommen Pflanzen hinzu und das Aquarium wird gefüllt. Dann heißt es warten. Ungefähr drei Wochen. Dann erst kann man die ersten Fische einsetzen. Zu klein sollte das Becken auch nicht sein. Aquarium-Sets aus dem Zoohandel sollte man meiden, denn mindestens 100 Liter sollte das Aquarium fassen. Gerade Anfängern fällt es so leichter, Temperatur, pH-Wert, Sauerstoffgehalt und Nitritspiegel in Harmonie zueinander zu halten. Das richtige Verhältnis dieser Werte ist wichtig, damit die Fische sich wohl fühlen und das Aquarium sauber bleibt und sich zum Beispiel Algen nicht übermäßig vermehren. Je größer das Becken ist, desto weniger schwanken diese Werte.
Wie geht man nun konkret vor? Zuerst sollte man sich einen geeigneten Standort überlegen. Das Aquarium muss absolut waagerecht stehen. Es braucht mindestens drei bis vier Steckdosen für Beleuchtung, Filter und Heizung. Ein Aquarium darf nicht in der Sonne stehen. Im Gegenteil, am besten steht es in einer dunklen Ecke des Zimmers, wo man mit einer speziellen Aquariums-Beleuchtung Licht ins Dunkel bringt. Es sollte außerdem ein gut zugänglicher Platz sein, denn die notwendigen Reinigungsarbeiten brauchen Platz.
Wer ein schönes Aquarium haben möchte, muss sich im Voraus ein paar Gedanken über die Gestaltung machen. Sind die Pflanzen erst einmal gepflanzt und die Fische eingesetzt, ist es aufwendig, alles wieder zu verändern.
Der Grund des Aquariums ist einmal ein optisches Muss, andererseits aber auch wichtig zur Filtrierung des Wassers. Er sollte weder zu groß noch scharfkantig sein, damit sich die Bodenfische nicht daran verletzen können. Bei der Auswahl des Bodengrundes sollte man beachten, in welcher Umgebung die Fische in der Natur leben würden. Ist er dunkel oder hell? Sandig oder steinig? Auf bunt eingefärbten Grund sollte man besser verzichten. Jetzt kann man auch Dekorationsgegenstände ins Aquarium geben.
Nachdem das Becken seinen Boden bekommen hat, installiert man die Technik, also mindestens Filter und Heizstab. Dann heißt es endlich „Wasser marsch!“ Das Wasser sollte aber vorsichtig am Rand des Beckens einlaufen, damit der Boden möglichst nicht aufgewirbelt wird.
Nun kommen die Pflanzen an die Reihe. Nachdem das Becken mit Steinen und Wurzeln in einzelne Bereiche gegliedert wurde, macht man einen Plan für die Pflanzen. Am besten sortiert man sie der Größe nach: Die hohen hinten, die kleinen vorne. Wer mag, rundet das Bild mit einer schönen Rückwand ab. Pflanzen sind nicht nur für die Optik nötig. Sie sorgen auch dafür, dass sich Algen nicht zu stark vermehren, da die Pflanzen die verfügbaren Nährstoffe verbrauchen, so dass den Algen keine mehr zur Verfügung stehen. Außerdem sorgen sie dafür, dass genügend Sauerstoff im Wasser ist, ohne den die Fische ersticken würden.

Das Aquarium wartet auf seine Bewohner

Haben sich Wasser, Pflanzen und Grund ungefähr drei Wochen gesetzt, können endlich die Fische einziehen. Am besten lässt man sich beraten, welche Fische miteinander harmonieren und ins Becken passen. Sie sollten leicht zu pflegen sein, sonst haben Anfänger nicht lange Freude daran. Schön ist es, wenn man für jeden Bereich des Wassers Fische hat. Wählt man nur Arten aus, die sich vorwiegend am Boden aufhalten, ist der Rest des Aquariums ziemlich leer. Für den oberen Bereich eignen sich zum Beispiel Guppys, Zahnkarpfen, Fadenfische, Barben oder Salmler. Diese Fische sind alle pflegeleicht und für Anfänger geeignet. Als Richtwert gilt: Pro Zentimeter Größe des ausgewachsenen Fisches sollte man einen Liter Wasser einplanen. Am Anfang sollte man den pH-Wert des Wassers täglich überprüfen. Geht es den Fischen gut, kann man den Bestand Stück für Stück erweitern bis man seine persönliche Oase der Ruhe im Wohnzimmer geschaffen hat.

Autorin: Elke Liermann, Platinnetz-Redaktion

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