Auf Schlager tanzen heißt Discofox tanzen

Wer zu Schlager tanzen möchte, kommt an ihm nicht vorbei: Der Discofox wird in Deutschland eng mit dieser Szene in Verbindung gebracht. Das liegt nicht nur an seinem recht jungen Alter, sondern auch daran, dass die Bewegungsabfolge hervorragend zu einigen Evergreens passt.

Vergleicht man ihn mit anderen populären Tänzen, ist der Discofox noch verhältnismäßig jung: Er entstand erst in den 70er Jahren. Im Anschluss an die damalige Disco-Welle, in der völlig freies Tanzen angesagt war, wurde mit dem um 1973 entstandenen Discofox wieder ein Schritt in eine traditionellere Richtung gemacht. Er ist eng verwandt mit dem amerikanischen Hustle, der mit John Travolta im Film "Saturday Night Fever" bekannt geworden ist. Erst 1979 wurde er in das Welttanzprogramm aufgenommen, und erst seit dieser Zeit werden auch professionelle Turniere ausgetragen. Man kann den Discofox aber auch nicht als etwas völlig Neues bezeichnen: Er ist eine Variation des klassischen Foxtrotts – und den gab es schon um 1910. So gesehen ist er natürlich viel älter als die Musik, zu der man tanzt.

Discofox lässt sich zu jeder Musik, am besten aber zu Schlager tanzen

Der Discofox ist in ganz Europa äußerst beliebt. Die Schweiz ist dabei das Land, in dem der Discofox am meisten getanzt wird. Dort wird er Disco Swing genannt. In Basel wurde 1982 auch die erste Discofox-Weltmeisterschaft ausgetragen. Aber auch die Deutschen lieben Discofox: Neben dem Salsa ist er der populärste Paartanz Deutschlands. Dafür gibt es mehrere Gründe. Einerseits ist er technisch recht unkompliziert und sehr leicht zu lernen. Außerdem macht ihn die Vermischung mehrerer Stilrichtungen, wie Swing, Boogie Woogie und Two-Step, für viele Tänzer sympathisch. Er kann nahezu zu jeder Musik getanzt werden, aber in Deutschland ist er eng mit der Welt des Schlagers verknüpft. Wer also zu Oldies oder Schlager tanzen will, sollte sich für den Discofox entscheiden. Zu welchen Liedern man tanzen will ist Geschmacksache, aber gerade Evergreens wie "Anita" von Costa Cordalis, "Himbeereis zum Frühstück" von Hoffmann & Hoffmann oder "Griechischer Wein" von Udo Jürgens sind äußerst beliebt bei allen, die zu Schlager tanzen wollen.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion

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