Heimliche Dickmacher: Warum nehme ich nicht ab?

Man gibt sich Mühe, hält strikte Diät, isst doch kaum noch etwas und trotzdem wollen die Pfunde einfach nicht purzeln. Was läuft da falsch? Wahrscheinlich ist man entweder heimlichen Dickmachern auf den Leim gegangen oder man isst, ohne es zu bemerken. So kommen Sie aus der Diät-Falle.

Wenn die Pfunde hartnäckig auf den Hüften bleiben, dann muss das einen Grund haben, denn beim Speck gilt: Von nichts kommt nichts. Wenn man nicht abnimmt, dann führt man dem Körper mehr Kalorien zu als er verbraucht. Und oft ist man sich gar nicht bewusst darüber, dass man gerade mit der halben Flasche Cola mehr Kalorien zu sich genommen hat als mit dem Mittagessen. Wo stecken die heimlichen Dickmacher?

Dickmacher lauern überall

Das obige Beispiel zeigt deutlich einen der größten versteckten Dickmacher: Softdrinks. Wer abnehmen will, darf und muss viel trinken. Das liest man immer wieder und es stimmt auch. Wer abnehmen will, soll aber nicht viel Cola, Limonade oder Apfelsaft trinken! Der Körper braucht die Flüssigkeit, um Gifte auszuschwemmen. Außerdem füllt Trinken den Magen und dämpft so das Hungergefühl. Doch ein Softdrink wie Cola oder Limonade hat keineswegs wenig Kalorien und ist damit definitiv ein Dickmacher. Auch unverdünnte Säfte bringen viel Zucker mit sich und landen damit auf den Hüften. Am besten trinkt man Wasser oder ungesüßten Tee. Wer gar nicht auf süße Getränke verzichten kann, der sollte seinen Fruchtsaft wenigstens mit Wasser verdünnen und den Dickmacher entschärfen. Dann werden die Diät Erfolge auch nicht mehr auf sich warten lassen.
Alkoholische Getränke erschweren das Abnehmen gleich doppelt. Sie sind wahre Kalorienbomben und regen gleichzeitig den Appetit an. Zudem hemmt Alkohol die Fettverbrennung. Das Glas Wein oder Bier abends auf dem Sofa kann einen also die Diät Erfolge kosten. Je mehr man von diesem Dickmacher trinkt, desto weniger hat man im Blick, wie viel Brot, Käse oder Chips man nebenbei noch nascht. Wer abnehmen will, sollte also unbedingt auf alkoholische Getränke verzichten. Wer das nicht schafft, der sollte den Dickmacher Alkohol höchstens an zwei Tagen in der Woche zu sich nehmen.

Dickmacher „Light“

Besonders fatal ist auch das fast unbemerkte Knabbern nebenher. Die größte Zurückhaltung beim Mittagessen nützt nichts, wenn man nachmittags schnell mal eine Praline oder ein Stück Käse nascht. Auch die Scheibe Salami, die man sich zwischendurch in den Mund stopft, hat Fett und Kalorien und ist ein echter Dickmacher. Diese Snacks werden jedoch meistens bei einer Diät vergessen. Das Stückchen Käse kann doch nicht schaden! Das ist ein Irrtum. Abhilfe kann hier ein Diät Tagebuch schaffen. In dieses Diät Tagebuch trägt man genauestens ein, was man über Tag so isst. Am Ende des Tages fällt dann auf, was einen die Diät Erfolge kostet. Das Diät Tagebuch enttarnt die Dickmacher schonungslos.
Auch die Idee, von heute an nur noch Light-Produkte zu kaufen, weil die wenig Kalorien haben, ist keine gute. Die Bezeichnungen „fettarm“, „light“ oder „Diät“ gaukeln dem Verbraucher vor, dass man von diesem Käse, diesen Chips oder jenem Joghurt so viel essen kann, wie man möchte. Und genau das tun dann auch viele. Da alles wenig Kalorien hat, muss man ja kein schlechtes Gewissen haben und legt sich eine zweite Scheibe aufs Brot oder isst den dritten Light-Joghurt. Doch die Vorstellung, dass man mit diesen Produkten essen kann, was man möchte, ist falsch. Diät-Produkte sättigen weniger gut, so dass man mehr von ihnen essen muss, um satt zu werden. Da Fett ein Geschmacksträger ist, würden fettarme Produkte fade schmecken – wenn die Hersteller dem nicht durch die Zugabe von Zucker entgegenwirken würden. Das gilt ganz besonders für fettarmen Joghurt und Quark. Statt Fett nimmt man nun also relativ große Mengen Zucker zu sich, so dass man letztlich die gleiche Menge an Kalorien zu sich nimmt, als wenn man vollfetten Käse oder Salami gegessen hätte. Da man aber von Light-Produkten meistens mehr isst als von normalem Käse oder Joghurt, sind sie wahre Dickmacher, auch wenn sie sich mit attraktiven Namen schmücken.
Um Kalorien einzusparen, verzichten viele auf Frühstück oder Abendessen. Dass das nicht funktionieren kann, liegt auf der Hand: Der Körper braucht eine bestimmte Menge an Kalorien. Wer aufs Frühstück verzichtet, den plagt der Hunger spätestens beim Mittagessen. Und dann wird richtig zugelangt, immer in dem Bewusstsein, dass es ja nicht falsch sein kann zu essen, wenn der Magen knurrt. Kommt man mittags nicht dazu, fällt das Abendessen umso reichlicher aus, so dass man am Ende des Tages mehr Kalorien zu sich genommen hat, als wenn man durch ein gesundes Frühstück nicht ausgehungert in die Mittagspause gegangen wäre. Eine US-Studie hat übrigens gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig frühstücken, schlanker sind als Frühstücksmuffel. Frühstücken kostet einen also keine Diät Erfolge.

Dickmacher Alter

Wer sein Leben lang gern und viel gegessen hat, behält diese Gewohnheit auch im Alter bei. Das Problem dabei ist, dass der Körper mit zunehmendem Alter einfach nicht mehr so viele Kalorien braucht, wie in jungen Jahren. Wer also mit 50 die gleichen Essgewohnheiten an den Tag legt, wie mit 20, nimmt zwangsläufig zu. Hinzu kommt, dass das Abnehmen mit zunehmendem Alter immer schwerer wird. Einzige Rettung vor dem drohenden Rettungsring: Weniger essen und mehr bewegen.
Ein Dickmacher, der häufig unterschätzt wird, ist Schlafmangel. Auch wenn man noch nicht weiß warum, ist die Wissenschaft sich doch einig, dass unausgeschlafene Menschen zu Übergewicht neigen. Eine ganze Reihe von Studien belegt, dass Ausgeschlafene bei gleicher Kalorienzufuhr schlanker bleiben als Kurzschläfer. Einige Wissenschaftler vermuten, dass der Körper den Stoffwechsel durch den Schlafmangel verlangsamt und so über Tag weniger Kalorien verbraucht werden. Ein anderer Erklärungsansatz ist, dass der Körper am Ende eines langen Schlafs keine Energiereserven mehr hat und sich die nötige Energie aus den Fettpolstern holt. 

Autorin: Elke Liermann, Platinnetz-Redaktion

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