Von der Ernte zum Rohkaffee

Auf der ganzen Welt trinkt man Kaffee. Wenn man ihn im Supermarkt kauft, ist er meist schon so weit verarbeitet, dass er als Pulver verpackt ist. Rohkaffee ist die Bezeichnung für Kaffeebohnen, die nach der Ernte von ihrer Fruchtschale, Samenschale sowie der Silberhaut befreit sind.

Die Vorstufe zum Rohkaffee ist der Pergamentkaffee. Dies sind Kaffeebohnen, die noch von der  Pergamentschicht umhüllt sind. Meist werden die Kaffeebohnen erst vor oder nach der Verschiffung im Hafen zum Rohkaffee, wo man sie von der Pergamentschale sowie dem Silberhäutchen befreit und anschließend poliert und sortiert. Es gibt zwei Aufbereitungsarten für Rohkaffee, die nasse und die trockene Aufbereitung. Der Unterschied ist, dass der Rohkaffee bei der nassen Aufbereitung gewaschen wird und bei der trockenen nicht. Doch was bedeutet das für den Rohkaffee genau?

Zwei Aufbereitungsarten bei Rohkaffee

Die Nassaufbereitung ergibt in der Regel eine höhere Qualität. Gewaschener Rohkaffee ist aber auch anfälliger für Feuchtigkeitsschäden. Gewaschener Rohkaffee bedeutet, dass die geernteten Kaffeekirschen in so genannten Quelltanks zum Quellen gebracht und anschließend von Verunreinigungen befreit werden. Nun wird den Kaffeebohnen maschinell das Fruchtfleisch, auch Pulpe genannt, entfernt. Dies  geschieht im sogenannten Entpulper. Im Gärtank werden die Bohnen dann von Resten der Pulpa befreit. Danach werden die Bohnen nochmals gewaschen. In diesem Vorgang besitzen die Kaffeebohnen immer noch ihre Pergamenthaut, man spricht hier also noch von Pergamentkaffee. Dieser wird nun von einer Schälmaschine von der Pergamentschicht und dem Silberhäutchen befreit. Erst Jetzt wird der Kaffee Rohkaffee genannt und nach Größe sortiert. Wenn er von Staub und Schalenresten gereinigt ist, kann er eingesackt werden.
Der Großteil der Kaffeeproduktion wird trocken aufbereitet. Ungewaschener Rohkaffee wird wird hauptsächlich in Brasilien hergestellt. Die frisch geernteten Kaffeebohnen werden zuerst von Verunreinigungen befreit und dann bis zur sogenannten Rappeldürre getrocknet. Im Stadium der Rappeldürre können die Bohnen schließlich von der Pulpa, der Pergamenthaut und der Silberhaut getrennt werden. Genau wie der nasse Rohkaffe wird der trockene Rohkaffee zum Schluss von Staub und Schalenresten befreit, nach Größe sortiert und eingesackt.

Autor: Marcel Exner, Platinnetz-Redaktion

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