Warum eine Kaffeemühle Sinn macht

Viele Verbraucher kaufen der Einfachheit halber fertig gemahlenen Kaffee. Aber frisch gemahlene Bohnen direkt aus einer Kaffeemühle verändern den Charakter des Getränks teilweise entscheidend. Nicht alle derartigen Geräte eignen sich allerdings für die Zubereitung eines guten Kaffees.

Wenn die meisten Kaffeetrinker das Material fertig gemahlen kaufen, kann das eigentlich nur aus Bequemlichkeit geschehen. Denn mehr Geld muss man für ganze Bohnen in der Regel nicht zahlen, und eine günstige elektrische Kaffeemühle bekommt man heutzutage in jedem Elektromarkt. Die Vorteile von frisch gemahlenem Kaffee sind dabei klar: Mit einem einzigen Arbeitsschritt bekommt man ein sehr viel aromatischeres Getränk. Denn Kaffeepulver ist allgemein sehr empfindlich und nimmt schnell an Qualität ab, wenn es der Luft ausgesetzt ist. Bei etwa 800 einzelnen Aromastoffen kann sich der Charakter schnell verändern, was ein entscheidender Grund dafür ist, frische Bohnen mit einer Kaffeemühle zu mahlen und nicht auf fertiges Pulver zurückzugreifen. Aber der Mahlgrad, also die Feinheit des Pulvers, sollte je nach Sorte unterschiedlich ausfallen. Dabei gilt die Regel, dass je länger der Kaffee ziehen soll, desto grober darf die Mahlung sein. Espresso beispielsweise, der nur kurz mit heißem Wasser in Berührung kommt, sollte sehr fein gemahlen werden, während andere Sorten etwas grober ihren vollen Geschmack entfalten können. Das Kaffeearoma verflüchtigt sich sehr schnell, und in Form ganzer Bohnen schützt eine natürliche Hülle davor, dass zu viel Luft an den sensiblen Rohstoff gelangt.

Welche Kaffeemühle liefert das beste Ergebnis?

Viele der billigen Kaffeemühlen allerdings sind nur bedingt zu empfehlen, weil sie teilweise sehr ungenau mahlen und gleichzeitig den Kaffee zu heiß werden lassen. Propellermühlen mit Schlagmesser sind zwar günstig, liefern aber keine wirkliche Qualität ab. Eigentlich mahlen diese Mühlen die Bohnen auch nicht, sondern zerkleinern sie nur. Scheibenmühlen dagegen funktionieren mit Mahlscheiben. Sie sind zwar gegenüber Propellermühlen die bessere Wahl, allerdings ist hier das Problem, dass sie sehr schnell heiß laufen, was der Qualität des Kaffees durch verdampfte Aromastoffe nicht gut tut. Die beste Wahl sind immer noch Kegelmühlen. Vom Prinzip her funktionieren diese Geräte genau wie Großmutters Kaffeemühle, die noch mit der Hand betrieben wurde. Eine Alternative ist immer noch die altmodische Kurbelmühle, die man heute wahrscheinlich nur noch aus alten Abbildungen kennt: Sie mahlt in der Regel gleichmäßig und liefert eine gute Pulverqualität. Leider ist sie heute nur noch als Sammlerstück erhältlich.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion

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