Schilddrüsenüberfunktion

Nicht viele Menschen kennen sich mit dem Organ Schilddrüse wirklich aus und manche haben sogar noch nie von ihr gehört. Doch die Hormondrüse ist für viele Stoffwechselvorgänge und Hormon-Vorgänge im Körper verantwortlich und auch lebensnotwendig für den Menschen.

Probleme mit der Schilddrüse, wie eine Schilddrüsenüberfunktion, wirken sich stark auf die Grundbefindlichkeit aus und bringen einige unangenehme Symptome mit sich. Eine Hyperthyreose, also eine Schilddrüsenüberfunktion, bedeutet, dass die Schilddrüse zu viele Schilddrüsenhormone produziert, was dazu führt, dass die Betroffenen von einer Schilddrüsenüberfunktion einen beschleunigten Herzschlag, Gewichtsverlust, Nervosität und Zittern wahrnehmen können. Eine Schilddrüsenüberfunktion muss in jedem Fall behandelt werden und ist meistens auch gut behandelbar.

Eine Schilddrüsenüberfunktion – Was passiert im Körper?

Schilddrüsenhormone steuern mehrere Vorgänge im menschlichen Körper und sind wesentlich für die Balance im Hormonhaushalt mitverantwortlich. Wenn die beiden Hormone Thyroxin und Trijodthyronin in verstärktem Maße ausgeschüttet werden, handelt es sich um eine Schilddrüsenüberfunktion. Dann steigert sich der Stoffwechsel, so dass es zu den klassischen Symptomen, wie beschleunigter Herzschlag und Gewichtsverlust kommt. Betroffene einer Schilddrüsenüberfunktion beschreiben häufig eine innere Unruhe und große Schlaflosigkeit. Das führt auch dazu, dass viele Patienten mit einer Schilddrüsenüberfunktion häufig zuerst glauben, sie haben ein psycho-somatisches Problem oder seien einfach gestresst.
Oft ist die direkte Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion, dass sich Knoten oder Entzündungen in der Schilddrüse gebildet haben und die ganze Steuerung der Schilddrüsenhormone durcheinandergeraten ist. Zu einer Diagnose einer Schilddrüsenüberfunktion gehört also nicht nur die Bestimmung der Hormonwerte durch Blutabnahme, sondern auch eine Untersuchung der Schilddrüse durch Ultraschall. Hierbei können auch Knoten aufgespürt werden, die nicht unbedingt bösartig sein müssen und auch nicht unbedingt sofort ein Problem darstellen. Man sollte diese Knoten allerdings regelmäßig untersuchen lassen. Auch, um rechtzeitig eine medikamentöse Behandlung einzuleiten, wenn diese von Nöten ist.
Dabei ist eine Schilddrüsenüberfunktion keine zu unterschätzende Erkrankung. Unbehandelt kann es zu enormen Problemen kommen, denn der ganze Stoffwechsel des Erkrankten ist durcheinander. Der Hormonhaushalt eines Menschen ist für viele wichtigen, körperlichen Vorgänge verantwortlich und eine Störung in dieser Form, die nicht behoben wird, kann nachhaltige Schäden hinterlassen bis hin zu einer Herzmuskelschädigung. Die Schilddrüsenüberfunktion ist praktisch das Gegenteil einer Schilddrüsenunterfunktion. Hier kommt es, anders als bei einer Schilddrüsenüberfunktion, zu Gewichtszunahme und einer Verlangsamung des Herzschlags.
Erkrankungen an der Schilddrüse wirken sich stark auf die Lebensqualität der Patienten aus. Sie leiden besonders unter Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Aufgrund der Symptome und der Veränderung des Hormonhaushalts geht eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Schilddrüsenunterfunktion häufig mit einer Depression einher. Gerade bei älteren Patienten werden diese Symptome oft fälschlicherweise auf eine alterbedingte Wesensänderung oder allgemein einem Rückgang an körperlicher Leistungsfähigkeit geschoben.

Wie wird eine Schilddrüsenüberfunktion behandelt?

Wenn eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt wurde, dann müssen entsprechende Medikamente eingenommen werden, da die Schilddrüse sonst unwiderruflich geschädigt werden kann. Das kann bei einem so lebenswichtigen Organ nicht ungefährlich sein. Die Medikamente zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion hemmen entweder die Hormonbildung oder den Einbau von Jod bei der Hormonbildung. Allgemein ist für eine gesunde Schilddrüse ausgewogene, gesunde Ernährung enorm wichtig. Von Nikotin und Alkohol wird abgeraten. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion sollte man außerdem allgemein Jodhaltiges in jeder Form meiden.

Autorin: Nele Zymek, Platinnetz-Redaktion

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