Haare waren gestern! Methoden der modernen Haarentfernung

Die Möglichkeiten sind vielfältig: Pinzette, Laser, Rasierer, Wachs, Enthaarungscreme, Epilierer und Co. Doch welche Methode ist wirklich wirksam? Und mit welcher Methode kommt man am besten klar? Gerade im Sommer wollen die meisten Frauen gerne Bein zeigen. Und das sollte möglichst immer glatt und weich sein.

Nicht nur im Sommer stellen sich viele Frauen die Frage: Wie werde ich möglichst schnell alle Haare an meinem Körper los? Vom Kopfhaar mal abgesehen. Auch in den anderen Jahreszeiten kann der Haarwuchs für viele Menschen zu einem echten Problem werden. Dann geht es um professionelle Haarentfernung. Denn manche Menschen kämpfen zum Beispiel mit einem verstärktem Haarwuchs, was besonders für Frauen psychisch eine extreme Belastung ist. Hier gibt es inzwischen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten durch medizinische Cremes oder Laser-Therapie. Aber auch bei ’normalem‘ Haarwuchs ist haarlos inzwischen für Frauen wie auch für Männer ein modernes Schönheitsideal. Haare waren gestern.

Methoden der Haarentfernung

So lange es sich nicht um eine hormonellen oder so genannten krankhaften Haarwuchs handelt, gelten als die üblichen Methoden zur Haarentfernung entweder die klassische Rasur oder das Entfernen, also Ausreißen des Haares mitsamt der Wurzel. Die Auswahl ist groß, es gibt Epilierer, Kalt- und Warmwachs sowie Enthaarungscremes, die den unerwünschten Härchen zu Leibe rücken. Nur bei den Methoden der Haarentfernung, die das Haar mitsamt der Wurzel entfernen, hat man einen länger anhaltenden Effekt. Bei allen anderen Methoden wächst das Haar bereits in den nächsten Tagen nach. Dafür sind diese Methoden allerdings schmerzfrei.
So punktet die Enthaarungscreme tatsächlich durch leichte Anwendung. Wobei nicht jedem der Geruch behagen wird und man vorher unbedingt testen sollte, ob man die Creme verträgt. Die Enthaarungscremes funktionieren so, dass Schwefelverbindungen das Keratin, das für die Stabilität vom Haar wichtig ist, angreifen und dann das Haar zerstören. In den letzten Jahren haben sich allerdings die Cremes laut Stiftung Warentest in Sachen Verträglichkeit und Duft extrem verbessert. Nachteil der Creme für die Haarentfernung ist allerdings die Einwirkzeit von etwa 6-10 Minuten. Man darf keine Flecken hinterlassen, muss mit den Händen aufpassen, denn Gesicht und Kopfhaar dürfen natürlich nichts von der Creme abbekommen und dann muss man die Creme noch entfernen, da sollte man noch mal 10-20 Minuten rechnen.
Wer statt Rasierer oder Creme eine Glattheit bevorzugt, die länger anhält, sollte zum Epiliergerät greifen. Allerdings nur, wenn man schmerzverträglich ist und es sich leisten kann, etwa 50 bis 90 Euro für ein solches Gerät auszugeben. Laut Stiftung Warentest schneiden hier nicht alle Geräte bei der Haarentfernung gut ab. Man sollte sich also vorher gut informieren. Zusätzlich gibt es beim Epilieren die Gefahr der Hautreizung. Bei jedem einzelnen Haar reagiert die Haut so, als ob die Haare jeweils mit einer Pinzette ausgezupft würden, also eventuell mit Rötungen. Der Nachteil außerdem beim Epilieren: Die Haare sollten eine bestimmt Länge haben, damit es optimal funktioniert und am wenigsten Schmerzen verursacht werden. Zusätzlich zur normalen Epilation gibt es noch die elektrische Epilation, hier werden die Zellen, welche den Haarwuchs veranlassen, verbrannt. Das geht allerdings nur professionell und in Begleitung eines Arztes.
Bekannt geworden als Trend aus den USA ist in den letzten Jahren das sogenannte Waxing. Dabei handelt es sich um die Haarentfernung mit Warm- oder Kaltwachs. Hierbei werden die Haare auch ausgerissen, also dauerhaft entfernt, doch wer schon einmal Wachsstreifen aus der Drogerie getestet hat, wird feststellen: Wenn man alleine ist, ist diese Art der Haarentfernung recht schwierig. Die Wachstreifen lassen sich schwer abreißen und bei unprofessioneller Anwendung bleiben ohnehin die Hälfte der Haare am Bein. Es bieten sich also Enthaarungs- und Waxingstudios an. Hier werden Ihre Haare professionell entfernt – auf Wunsch auch in der Intim-Zone. Für besonders schamhafte, schmerzhaft Gemüter ist das also erst einmal nichts. Wobei man ja alles mal ausprobieren kann. Wenn man es überhaupt haarlos haben will. Das ist schließlich auch eine Geschmackssache.
Neben dem Wachsen ist außerdem Halawa bekannt. Diese Zuckerpaste für die Haarentfernung kann jeder herstellen und sie wirkt genauso wie ein Wachs. Dazu braucht man nur Zitronensaft und Zucker zu erwärmen, etwas Salz hinzuzugeben und dann die karamell-artige Masse nach dem Abkühlen zu kneten und in Haarwuchsrichtung aufzutragen. Dann muss man es ruckartig abziehen. Neben diesen natürlichen Methoden, auch Sugaring genannt, setzt sich aber mehr und mehr der Trend durch, einfach alles lasern zu lassen. Wobei hier nicht alle Haar- und Hauttypen geeignet sind. Für den Laser eignen sich im Prinzip nur dunkle Haare auf heller Haut.

Tipps für die Haarentfernung

Als beliebteste Art der Haarentfernung gilt der Nassrasierer. Hier werden alle Haare schmerzfrei und unkompliziert unter der Dusche entfernt und die Haut wird zusätzlich geschont. Allerdings sollte man tatsächlich beim Kauf eines Rasierers auf den Preis für die Klingen achten. Denn das kann den Geldbeutel ganz schön belasten. Um den Geldbeutel zu schonen, kann man sich auch bei den Herrenrasierern umschauen. Diese sind zwar nicht in zartem rosa gehalten, aber dafür sind die Klingen eventuell günstiger. Ansonsten gilt für die Nassrasur für Männer wie für Frauen: Warmes Wasser entspannt und bereitet die Haut und die Poren gut auf die Rasur vor. Um optimal über die Haut gleiten zu können, braucht man noch Rasierschaum oder Duschgel und schon kann es losgehen. Insgesamt eignet sich das Nassrasieren mehr als das trockene (elektrisch), da hier die Haare gründlicher entfernt werden. Bei der Nassrasur hingegen gibt es kaum Nachteile. Je nach Hautveranlagung kann es zu Irritationen oder Rötungen nach der Haarentfernung kommen. Hier hilft es tatsächlich nach der Rasur Babypuder aufzutupfen.

Autorin: Nele Zymek, Platinnetz-Redaktion

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