Ein angenehmer Duft fördert das Wohlbefinden

Gerüche sind überall Zuhause. Nur, dass die Düfte unseres eigenen Heims uns oft so vertraut sind, dass wir sie gar nicht mehr richtig wahrnehmen. Fremden dagegen springen sie manchmal regelrecht in die Nase. Und nicht immer werden diese Gerüche als angenehm empfunden.

Sobald die Tür zur Wohnung aufgeht, sagen Gerüche einiges über deren Bewohner aus. Und das, ob sie wollen oder nicht: Gab es Fisch oder Kohl zu essen? Sind sie Raucher oder Nichtraucher, Hunde- oder Katzenbesitzer? Die Frage ist: Wollen Sie all diese Informationen über sich schon an der Haustür preisgeben? Und: Wollen Sie Gerüche nicht lieber dazu nutzen, sich eine angenehme Atmosphäre in Ihren eigenen vier Wänden zu schaffen?

Der Duft ätherischer Öle und seine Wirkung

Die Wirkung von Gerüchen ist wissenschaftlich erwiesen: Gerüche beeinflussen unsere Gefühle und unsere Stimmungslage. Mit diesem Wissen werden sie in der Aromatherapie gezielt eingesetzt, um körperliches und seelisches Wohlbefinden zu erzeugen. Durch die kontrollierte Anwendung ätherischer Öle können die Düfte mal ausgleichend und regulierend wirken, mal anregend oder stresslindernd.
Und auch wenn Sie es vielleicht nicht so nennen: Sie selbst sind sicherlich auch schon einmal in den Genuss einer Aromatherapie gekommen, denn die Verwendung von Duftstoffen in Massageölen, Erkältungsbädern, aromatisierten Tees oder Duftlampen ist letztendlich nichts anderes. Den ätherischen Ölen werden dabei nicht nur unterschiedliche Düfte, sondern auch verschiedene Eigenschaften zugeschrieben. Hier eine kleine Auswahl:

  • Entspannende und harmonisierende Öle: Fenchel, Mandarine, Lavendel, Bergamotte, Jasmin, Kamille, Kiefer, Sandelholz, Vanille, Weihrauch
  • Anregende Öle: Pfefferminz, Lemongras, Rosmarin, Anis, Fichte, Ingwer, Eisenkraut, Thymian, Zypresse
  • Gedächtnis- und konzentrationsfördernde Öle: Thymian, Orange, Rosmarin, Eucalyptus, Pfefferminz, Zitrone
  • Schlaffördernde Öle: Sandelholz, Geranie, Orange, Lavendel
  • Erotisierende Öle: Patchouli, Vetiver

Haben Sie sich für einen Duft entschieden, müssen Sie sich jetzt nur noch überlegen, wie Sie ihn am besten in Ihren Räumen verteilen möchten.

Für Gemütliche: Duft aus der Lampe

Es gibt sie in verschiedenen Formen und Farben. Sie sind aus hitzebeständigem Material wie Keramik, Glas oder Metall. Und ihr Prinzip ist ganz einfach: Die Schale wird mit Wasser gefüllt und mit fünf bis zehn Tropfen des Duftöls angereichert. Durch die Wärme des Teelichtes unter der Schale verdampft die Flüssigkeit und reichert die Umgebung mit dem Duft des Öls an. Einziger kleiner Nachteil von Duftlampen ist, dass sie – wegen der offenen Flamme – nicht unbeaufsichtigt gelassen werden sollten. Damit die Schale nicht platzt, sollten Sie darauf achten, dass sich immer genügend Wasser darin befindet.

Der Formschöne für angenehme Düfte: Der Diffuser oder Duftverteiler

Sie riechen nicht nur gut, sondern sehen auch noch dekorativ aus. Das, was in den gläsernen Duftölflaschen steckt, sind lange Balsaholzstäbchen. Diese spröden Hölzer saugen sich voll, das Öl steigt nach oben und verteilt seinen Duft im Raum. Je nach Anzahl der Stäbchen können Sie die Intensität der Düfte variieren. Bei kleinen Räumen oder dezentem Geruch reichen oft vier Hölzer aus. Wenn es etwas kräftiger riechen soll, dann können Sie es auch mit der doppelten Menge an Stäbchen versuchen. Einen intensiveren Effekt können Sie auch dadurch erzielen, dass Sie die Hölzer jede Woche einmal in der Flasche wenden, so dass das ölgetränkte Ende nach oben ragt. Der Vorteil an den Diffusern ist: Sie halten sich lange. Mit einer 100 Milliliter-Flasche kommen Sie bis zu acht Wochen aus.

Die Evergreens: Räucherstäbchen und Räucherkegel

Während Räucherstäbchen oft Erinnerungen an die Hippie-Zeit aufkommen lassen, werden die zylinderförmigen Räucherkegel eher mit Weihnachten in Verbindung gebracht. Dabei gibt es die kleinen Kerzchen in weit mehr Duftvariationen als Weihrauch und Tanne. Neben dem Erzeugen von angenehmen Gerüchen dient das Räuchern in vielen Kulturen auch zu rituellen, spirituellen oder naturmedizinischen Zwecken der Reinigung. Damit die abfallende Asche keine Löcher in Ihren Teppich brennt, sollte Räucherwerk am besten in Haltern fixiert und mit einem nichtbrennbaren Material unterlegt werden.
Ein Nachteil für sensible Nasen: Beim Verkokeln des Rauchwerks wird – wie der Name schon sagt – neben dem Duft der ätherischen Öle, Kräuter, Harze oder Hölzer eben auch eine nicht geringe Menge von Rauch freigesetzt.

Angenehme Düfte – Kleiner Aufwand, große Wirkung!

Natürlich können Sie Ihrem sinnlichen Wohlbefinden statt mit ätherischen Ölen auch mit einem Lavendelstrauß oder frischen Orangenschalen auf die Sprünge helfen. Egal wofür Sie sich entscheiden: Durch angenehme Düfte können Sie mit geringem Aufwand eine gemütliche Wohnatmosphäre schaffen – und gleichzeitig Ihre Sinne anregen.

Autorin: Kerstin Brenig, Platinnetz-Redaktion

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