Einen individuell passenden Stil finden in 7 Schritten – So kann es klappen

Junge Frau steht mit vorgehaltenem roten Kleid vor dem Spiegel

Mode ist etwas Wunderbares – Seien es Jacken, Hosen, Hemden, Shorts, Blusen, Röcke oder Accessoires, die vielen Möglichkeiten, die man mit Mode hat, sich selbst täglich neu zu gestalten, sind einmalig. Kleidung erlaubt es uns nicht nur, uns täglich ja nach Stimmung immer aufs Neue wie eine Art Kunstwerk zu modellieren, die vielen Designer, Marken, Schnitte, Farben usw., die es heute gibt, ermöglichen auch die Findung eines ganz eigenen, individuellen Stils.

Wer seinen Stil findet, fühlt sich in der Regel wohler in seiner Haut, ist nicht mehr abhängig davon, was gerade angesagt ist und muss keinen Trends mehr folgen. Aber leichter gesagt, als getan. Wie geht das eigentlich mit dem eigenen Stil?

1.Das Brainstorming und die Beurteilung von Stilen

Der erste Schritt auf dem Weg zum eigenen Stil sollte ein großes Brainstorming sein. Es geht darum, herauszuarbeiten, in welche Richtung der eigene Stil überhaupt gehen könnte. Oft hat man ja schon eine vage Vorstellung, was man mag und was einem eher nicht so gefällt. Mit dem Brainstorming sollen diese Vorstellungen konkretisiert werden. Und wer gar keine Ahnung hat, was einem so richtig gefällt und zu einem passt, dem kommt so ein Brainstorming natürlich erst recht gelegen.

Eine Möglichkeit, sich über den eigenen Geschmack klar zu werden und Ideen zu sammeln, ist das sogenannte Moodboard. Es handelt sich dabei um eine Art Collage aus Bildern, Texten und anderen Objekten, die eine visuelle Manifestation der eigenen Vorstellung ist. Man kann hierfür Farben, die einem gefallen auf Papier bringen, Formen, mit denen man sich identifiziert sammeln, Bilder aus Magazinen ausschneiden oder ausdrucken und aufkleben und kleine ästhetische Statements oder Texte sammeln. Alles in einer Mappe gebündelt oder gar auf einem großen Papier zusammengestellt, sollte am Ende ein zumindest halbwegs für sich sprechendes Gesamtbild ergeben.

Auch sollten die ersten Modezeitschriften durchgeblättert oder Blogs durchstöbert werden. Es gilt dabei eher nach den Dingen Ausschau zu halten, die einem gar nicht gefallen. So kann nach und nach ausgesiebt werden, welche Stile vielleicht eher auch einem selbst entsprechen.

2.Die Persönlichkeit definieren

Nach den ersten Überlegungen in Richtung Farbe, Designs, Schnitte und Stile, geht es daran, die eigene Persönlichkeit möglichst genau und ehrlich zu definieren. Ehrlichkeit ist sowieso ein Stichwort, dass im Bezug auf die Findung eines eigenen Stils mehrmals eine wichtige Rolle spielt. Nur, wer sich selbst nichts vormacht, findet auch wirklich einen individuell passenden Stil.

Ein Outfit sorgt im besten Falle nicht erst dafür, dass man eine Persönlichkeit hat. Diese sollte natürlich von innen heraus, aus dem Charakter nach außen treten. Über das Äußere erst jemand zu werden, ist ungesund. Allerdings kann der richtige Stil den Charakter unterstreichen und die Persönlichkeit stärken. Auch, indem er dem Selbstbewusstsein noch einmal einen entscheidenden Schub gibt.

Auch hier werden nun einige Überlegungen fällig und eventuell am besten stichpunktartig notiert:

  • Bin ich eher ein extrovertierter oder introvertierter Typ?
  • Würde ich mich als Powerfrau/ Powermann bezeichnen oder bin ich eher die/ der Zarte, Sensible?
  • Stehe ich gerne im Mittelpunkt? Falle ich gerne auf?
  • Wie sehen mich die anderen?
Eher so der stets gepflegte Typ, der oft mit wichtigen Leuten zu tun hat und sich gerne schick macht? Dann sind Anzug und Hemd vielleicht Teil des individuellen Stils. (stock.adobe.com © Cherries (DATEI-NR.: 294435130)

Je nachdem, was bei diesen Überlegungen rauskommt, kann der Stil näher eingegrenzt werden. Laute Prints oder knallige Farben passen eher zur extrovertierten Persönlichkeit, damit sie auch selbstbewusst getragen werden können. Allerdings kann mit einigen Farbkleksen auch ein zurückhaltender Mensch spielen, um ein wenig aus sich raus zu kommen und sich selbst zu fordern.

Besonders hilfreich beim Unterstreichen der eigenen Persönlichkeit sind auch diverse Accessoires, allen voran Uhren. Denn hier gibt es unverwechselbare Typen, die wiederum verschiedenen Stilen entsprechen. Wer sich oft schlicht und schicker anzieht, bzw. seinen Stil in diese Richtung definiert, greift am besten zu klassischeren Uhrmodellen. Eine feine Automatikuhr oder ein Chronograph passen gut. Wer sich als sportlicher betrachtet und entsprechend kleiden möchte, greift vielleicht eher zu einer Multifunktionsuhr, einer Digitaluhr oder gar einer Smartwatch.

3.Die ehrliche Figurtyp-Analyse

Die Suche nach dem eigenen Stil ist, wie gesagt, auch Faktoren unterworfen, die man nicht vollkommen beeinflussen kann. An der Persönlichkeit kann man arbeiten, grundsätzlich ist man aber eben eher so ein Typ oder ein anderer. Ein eher introvertierter Mensch wird nicht über Nacht extrovertiert. Genauso hat jeder Mensch eine individuelle Figur. Auch an dieser lässt sich arbeiten, allerdings eben in begrenztem Maße.

Der eigene Stil harmoniert im besten Falle somit auch mit der Figur. Denn nur, wenn Kleidungsstücke richtig gut sitzen, passt ein bestimmter Stil, der sich aus vielen solcher passender Kleidungsstücke zusammensetzen sollte, auch gut zu einem. Mit einer Figurtypanalyse, bei der man wieder sehr ehrlich sein sollte und nicht das Wunschbild analysiert, lässt sich herausfinden, wie man das meiste aus der eigenen Figur herausholen kann. Denn der oder dem einen stehen Hosen mit weitem Bein besser oder weite Oberteile, ein anderer Figurtyp wiederum sollte vor allem auf lange Oberteile achten und so weiter.

4.Der Wohlfühl-Check: Was trage ich besonders gerne?

An diesem Punkt haben sich vermutlich schon einige konkrete Kleidungsstücke, Farben und Schnitte hervorgetan, die in die richtige Richtung weisen. Dennoch wirkt alles vielleicht etwas Unübersichtlich und Unkonkret. Es gilt daher jetzt, zu schauen, in welchen Kleidungsstücken und mit welchen Accessoires man sich nicht nur gefällt, sondern worin man sich gleichzeitig auch wohlfühlt.

Wohlfühlen heißt nicht, dass es bequem sein muss, wie ein Jogginganzug. Dennoch spielt Bequemlichkeit eine entscheidende Rolle. Wer sich in Kleidung hineinzwängen muss, die schließlich auch beim Tragen die ganze Zeit zwickt und sich anfühlt, wie ein Fremdkörper, der hat noch nicht seinen Stil gefunden. Die perfekten Outfits fühlen sich eher an, wie eine zweite Haut. Ein Gefühl von „Das ist wie für mich gemacht“ ist optimal. Und danach gilt es, auch bei der Kombination von Kleidungsstücken Ausschau zu halten.

Inspiration findet sich vor allem bei Modeikonen und Promis reichlich. Deren Kombinationen können einem eigenen Stil oft den letzten Schliff geben. (stock.adobe.com © opolja (DATEI-NR.: 269513228)

5.Stil-Vorbilder sind keine Schande! – Die Inspirationssuche

Apropos Kombination und Kombinierbarkeit – hier haben auch viele Stilsuchende so ihre Schwierigkeiten. Mitunter sogar die größten Schwierigkeiten. Denn richtig zu kombinieren ist eine Kunst. Und die will erlernt sein.

Dabei darf sich ausdrücklich Inspiration bei anderen gesucht werden. Wer eine Ahnung hat, welcher Stil einem gefällt, kann sich auf diversen Websites im Netz oder in Zeitschriften oder auf Instagram, Pinterest & Co. auf die Suche nach Promis, Stars und Stilikonen machen und gerade hinsichtlich der Kombinierbarkeit einiges abschauen. Natürlich geht es nicht darum, dass der Stil anderer kopiert wird. Das Stichwort lautet eben Inspiration. Somit dienen Vorbilder wie eine Art Anleitung. Als solche können übrigens auch Marken und Designer mit ihren Lookbooks und Modeschauen dienen.

6.Die Meinung anderer einholen

Wer schließlich einige Outfits für sich gefunden hat, die vermeintlich dem eigenen Stil entsprechen und in denen es sich wohlfühlen lässt, gilt es, ruhig einmal andere um deren Meinung zu fragen. Schließlich hat sich im Laufe der „Recherche“ und der Stilfindung vielleicht auch ein extravaganterer Look etabliert, als er vorher vorhanden war.

Der Blick von außen auf den Stil kann dann helfen, noch besser einzuschätzen, ob etwas wirklich zu einem passt. Manchmal verliert man selbst den Blick, weil man sich in ein Teil verliebt, das aber eigentlich gar nicht so recht zu einem passen will. Andere können vor allem auch hinsichtlich der gewählten Farben (gerade was den Teint der Haut angeht) und Schnitte ein gutes Feedback geben. Wichtig ist, um ehrliche Meinungen zu bitten! Alles andere hilft einem natürlich nicht weiter.

7.Die Garderobe: Auf Farben und Kombinierbarkeit achten

Bei der Zusammenstellung einer eigenen, mitunter aufgefrischten Garderobe – vielleicht müssen aber auch nur einige Teile aussortiert werden? –, sollte am Ende darauf geachtet werden, dass viele Teile gut zusammenpassen. Hier sind natürlich auch wieder Schnitte, vor allem aber Farben entscheidend.

Ein bunter Kleiderschrank sieht von außen vielleicht toll aus, oft sind die Kombinationen dann aber zu schrill und zu laut. Sinnvoll ist es, einige Grundtöne und Pastellfarben für sich zu entdecken und wenige knalligere Farben zu haben, mit denen man den Look ab und an punktuell abrunden kann.

Warum auch nicht mehrere Lieblingsoutfits vor dem Spiegel entwickeln und mit der Kamera festhalten. So kann man immer wieder auf ein Archiv zurückgreifen, wenn man mal so gar nicht weiß, was man anziehen und wie man es entsprechend des eigenen Stils kombinieren soll.

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