Mit dem Fadenpendel die Zukunft voraussagen?

Neben Tarot, Gläserrücken und I Ging ist vor allem das Fadenpendel ein klassisches Mittel, um in die Zukunft zu schauen. Es liefert verblüffende Ergebnisse, die von Esoterikfans respektiert werden und auch von der Wissenschaft immer wieder auf rationale Weise erklärt wurden. Hier erfahren Sie mehr über dieses Orakel. 

Das Fadenpendel wird auch siderisches Pendel genannt und ist ein sehr altes Mittel, um die Zukunft vorauszusagen: Schon in der Antike wurden Pendel benutzt. Dabei steht das Fadenpendel in direktem Zusammenhang mit astrologischer Wahrsagerei, denn die Antworten oder Informationen sollen direkt mit der Wirkung der Sterne in Verbindung stehen. Ein Pendel besteht in der Regel aus einem 2 – 3 cm langen Metallkörper, der an einer etwa 20 cm langen Schnur oder an einer Kette befestigt ist. Materialien für den schwingenden Körper sind meist Kupfer oder Edelsteine, aber theoretisch gibt es in dieser Hinsicht keine Grenzen. Auch bezüglich der Form des am Faden hängenden Gegenstands gibt es keine verbindlichen Vorgaben. Ein spitz zulaufender Körper erleichtert allerdings den Vorgang, wenn das Pendel über einer Pendelkarte verwendet wird und eine bestimmte Menge von Entscheidungsfeldern zur Auswahl steht. Ganz ähnlich wie bei Tarot und I Ging wird vor der eigentlichen Benutzung des Fadenpendels in der Regel eine Frage gestellt. In den meisten Fällen wird ein Fadenpendel über einer Karte verwendet, auf der mögliche Antworten eingezeichnet sind. In esoterischer Hinsicht sollte das Fadenpendel nicht nur als Verlängerung des Körpers, sondern auch des Bewusstseins verstanden werden, so dass auf diesem Weg verborgene Prozesse sichtbar gemacht werden können.

Das Fadenpendel in der Kritik

Viele Experten halten das Fadenpendel als Orakel für reinen Hokuspokus. Und in der Tat gibt es eine Reihe von Erklärungen, die das Fadenpendel als esoterisches Utensil nicht wirklich glaubhaft erscheinen lassen. Zunächst ist die Pendelbewegung als solche keine Besonderheit: Die Tatsache, dass ein Mensch seine Hand niemals völlig ruhig halten kann, ist Grund dafür, dass das Fadenpendel sich früher oder später in Bewegung setzen muss. Puls, Atmung und Muskelanspannung reichen dabei völlig aus, um diese Bewegung hervorzurufen. Ganz ähnlich wie bei einer Wünschelrute werden neuromuskuläre Schwingungen der Hände auf ein Objekt übertragen. Eine Erklärung für die teilweise verblüffenden Resultate beim Pendeln ist das unter dem Namen Carpenter-Effekt bekannte Phänomen. Der Carpenter-Effekt besagt, dass jede Bewegungsvorstellung einen Antrieb zum Vollzug dieser Bewegung auslöst. Dabei wird unterbewusst eine Bewegung des sehr sensiblen  Pendels ausgelöst, ohne dass dies vom Benutzer direkt wahrgenommen wird.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion
Datum: 17. Juni 2010

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