Gesunde Atemwege: So bleibt die Lunge auch im hohen Alter fit

Röntgenbild der Lunge

Die Lunge ist eines der wichtigsten Organe des menschlichen Körpers. Mit der Lunge atmen wir Sauerstoff ein und Kohlendioxid aus. Der Sauerstoff gelangt ins Blut und sorgt dafür, dass er zu allen Körperzellen transportiert wird.

Die etwa 300 Millionen Lungenbläschen einer gesunden Lunge sind alle von feinen Blutgefäßen umschlossen. Die Lunge und das Herz eines Menschen sind also maßgebend für dessen Leistungsfähigkeit. Wer also seiner Lunge etwas Gutes tut, steigert sein gesamtes Wohlbefinden und somit auch Herz und Kreislauf. Doch was kann man tun, um seine Lunge funktionsfähig zu halten?

Lungenkrankheiten gibt es viele: Asthma, Lungenentzündung, Lungenembolie und Lungenkrebs – die beiden letzteren führen am häufigsten zum Tod. Wer seine Lunge fit hält, kann diesen Krankheiten vorbeugen.

Asthma

Mit Asthma leben laut der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Global Initiative for Asthma etwa 300 Millionen Menschen weltweit. Sie zählt zu den häufigsten Krankheiten überhaupt. Durch eine Allergie beispielsweise gegenüber Pollen, Pflanzen oder Tierhaaren wird Asthma ausgelöst. Die Symptome sind bei den Betroffenen Husten und Atemnot. Die Behandlungsmöglichkeiten sind aber sehr gut: Durch Medikamente kann man die Beschwerden gut in den Griff bekommen.

Lungenentzündung

Während vor vielen Jahren eine Lungenentzündung oft tödlich endete, kann man sie heute mit Hilfe von Antibiotika sehr gut behandeln. Jedoch kann eine Lungenentzündung oft einige Wochen andauern. Besonders bei Babys und älteren Menschen kann es zu Komplikationen kommen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

Lungenembolie

Eine Lungenembolie wird meist durch eine Thrombose ausgelöst. Dabei löst sich ein Blutgerinsel und gelangt über das Herz in die Lunge. Typische Symptome sind Atemnot und Schmerzen in der Brust. Wenn eine Lungenembolie nicht sofort notärztlich behandelt wird, kann sie zum Tode führen.

Lungenkrebs

Unter einem Bronchialkarzinom, besser als Lungenkrebs bekannt, leiden meist Tabakraucher. Aber auch radioaktiv belastete Räume können Lungenkrebs auslösen. Die Heilungschancen sind unter anderem abhängig davon, wie frühzeitig Lungenkrebs erkannt wird, sind aber nach Auftreten der ersten Symptome wie chronische Heiserkeit und Bluthusten meist sehr schlecht. Mehr als 50.000 Deutsche erkranken jährlich an Lungenkrebs.

Was tut der Lunge gut?

Tabakrauchen vermeiden

Egal, ob man zu den Glücklichen zählt, deren Lunge noch völlig unbelastet ist oder mit Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen zu kämpfen hat, jeder kann selbst dazu beitragen, mit einer dauerhaft gesunden Lunge zu leben. Am allerwichtigsten dabei ist: Nicht rauchen! Egal, ob Aktiv- oder Passivrauchen: In 90 % aller Fälle ist Rauchen die Ursache von Lungenkrebs. Wer nicht vom Glimmstängel lassen kann, sollte seinen Tabakkonsum verringern oder auf weniger schädliche Alternativen ausweichen. Asthmatiker sollten besonders vorsichtig sein, denn durch den Tabakrauch kann die Wirkung von Medikamenten beeinträchtigt werden oder Asthmaanfälle ausgelöst werden.
Aber auch Feinstaub belastet die Lunge, und Ozon kann in der Lunge die Atemwege reizen und das Gewebe schädigen.

Tief durchatmen

Fröhliche ältere Damen genießt den sonnigen Herbst
Ein Spaziergang an der frischen Luft tut Herz und Seele gut

Natürlich ist gute Luft grundsätzlich gut für die Lunge. Wer sich oft in geschlossenen Räumen aufhält, atmet auch gesundheitsschädigende Stoffe ein, die beispielsweise aus Möbeln, Teppichen oder technischen Geräten abgesondert werden. Auch zu viel Staub schädigt die Lunge. Pflanzen in Wohnräumen sorgen für den nötigen Luftaustausch und spenden Sauerstoff. Am besten ist aber Bewegung an der frischen Luft. Für Menschen mit Atemwegserkrankungen ist Meeresluft sehr gut geeignet, da die Salzwassertöpfchen, die in der Luft am Meer enthalten sind, schleimlösend wirken. Auch Bergluft ist gut für die Gesundheit, denn sie gilt als besonders sauber.

Wer sich draußen aufhält und auch noch Sport treibt, tut seiner Lunge etwas besonders Gutes. Allerding sollte man besonders beim Sport im Freien auf die Feinstaubbelastung in der Umgebung achten. Auch hohe Ozonwerte sind nicht gerade förderlich bei Bewegung im Freien. Oft wird gerade bei starker Ozonbelastung im Hochsommer vor Aktivitäten im Freien gewarnt. Natürlich ist Sport auch im Fitnessstudio gut für die Lunge, aber bei guter Luft in der freien Natur blüht die Lunge erst richtig auf. Aber nicht nur gute Luft ist entscheidend, sondern auch der Zeitpunkt: Wer nachmittags Sport treibt, ist um etwa 20% leistungsfähiger. Neben Joggen und Radfahren helfen auch Stretching und Yoga, um die Lungenflügel zu dehnen.

Auch Atemübungen sind gut für die Lunge. Besonders für Menschen mit Asthma empfiehlt sich, ein Blasinstrument zu spielen. Spezielle Atemübungen sorgen aber auch für eine Stärkung der Lunge. Und wer regelmäßig saunen geht, tut auch etwas für seine Lunge, denn der Wasserdampf hilft, die Gefäße kräftig durchzuspülen. Das geht notfalls auch zuhause, mit einem heißen Dampfbad.

Lungenfreundliche Ernährung

Frisch aufgeschnittene Zwiebeln und Knobaluch
Zwiebeln und Knoblauch haben „heilende Kräfte“

Auch eine gesunde Ernährung ist wichtig für die Lunge. Dazu gehört vor allem Fisch, denn vor allem Fischöl mit seinem Omega-3-Gehalt hält die Lunge fit und hilft gegen Entzündungen der Atemwege. Lachs, Sardinen, Zuchtforellen und Thunfisch sind besonders gesund. Weniger gut sind Speisen, in denen Glutamat oder Konservierungsstoffe enthalten sind. Bei Asthmatikern können sie sogar Anfälle auslösen. Neben gesundem Essen ist es aber auch wichtig, viel zu trinken. Dabei werden Bakterien nach außen gespült und der Schleim in der Lunge wird dünnflüssiger. Auch Entzündungen im Mund kann man damit vorbeugen, die ebenfalls Auslöser für Atemwegserkrankungen sein können.
Es gibt noch weitere Nahrungsmittel, die die Lunge reinigen und ihre Funktion unterstützen:

  • Zwiebeln und Knoblauch: Damit werden Entzündungen reduziert und sie sind gut für das Blut und somit auch fürs Herz und die Lunge. Roh verzehrt helfen sie außerdem gegen Infektionen und den Cholesterinspiegel zu senken.
  • Ingwer: Auch Ingwer ist entzündungshemmend und hilft gegen Husten und Atemwegserkrankungen. Schadstoffe, die sich in der Lunge abgesondert haben, können mit Ingwer besser ausgeschieden werden und wirkt als Tee besonders wohltuend.
  • Chili: Es geht noch schärfer: Neben Zwiebeln und Ingwer sind auch Chilis besonders wirksam gegen Atemwegserkrankungen und Entzündungen. Die Schleimhäute werden angeregt und die Durchblutung verbessert. Während Chilis in Reinform wegen ihrer Schärfe kaum zu genießen ist, kann man sie aber gut als Gewürz für Speisen verwenden.
  • Curry: Nicht ganz so scharf und zudem noch ein echter Geheimtipp, denn Currypulver soll Schäden an den Atemwegen innerhalb kürzester Zeit beheben können und die Leistung der Lunge um 10% verbessern.
  • Kohl, Brokkoli und Blumenkohl: Diese Gemüsesorten reinigen das Blut und versorgen den Körper mit ausreichend Antioxidantien.
  • Grapefruitsäfte: Nicht nur als Saft, sondern auch als Frucht sind Grapefruits besonders gut geeignet, um die Lungen zu reinigen. Sie sorgen dafür, dass sich krebserregende Stoffe nicht weiter ausbreiten können, weshalb weiße und rosa Grapefruits besonders zu empfehlen sind, wenn man sich das Rauchen abgewöhnt hat. Auch der hohe Kaliumgehalt sorgt für die Entgiftung der Lunge.
  • Karottensaft: Er schmeckt zwar nicht jedem, aber er ist nicht nur für die Augen gut, sondern sorgt für eine Verbesserung des pH-Wertes im Blut, was die Reinigung der Lunge fördert.

Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, sollte seine Lunge stets im Blickpunkt haben. Neben der Stärkung von Herz und Kreislauf ist sie oft der Schlüssel für Erkrankungen. Wer sich als gesunder Mensch Sorgen macht, weil er nicht mehr so tief Luft holen kann wie früher, muss keine Angst haben, denn das ist Teil des natürlichen Alterungsprozesses. Man kann diesen Prozess allerdings mit Vitaminen unterbrechen. Allen voran wird Vitamin D nicht nur als krebshemmend angesehen, sondern es hilft auch, die Lungenfunktion zu erhalten. Den Zusammenhang zwischen dem Blutwert von Vitamin D und der Lungenfunktion hat die Universität in Auckland, Australien, mit Hilfe einer Studie herausgefunden. Vitamin D ist auch in Milchprodukten vorhanden, jedoch sollen die darin enthaltenen Toxine wiederum dem Körper und der Lunge schaden. Es ist aber nicht nur Vitamin D, sondern auch Vitamin C, das der Lunge guttut. In einer Studie der University of Nottingham, England, hat man herausgefunden, dass Vitamin C die Lungenfunktion verbessert, in Verbindung mit Magnesium sogar bei Erkrankungen von COPD oder Asthma. Da diese Vitamine bei gesunder Ernährung direkt über die Nahrung aufgenommen werden, bestätigt sich damit, dass eine gesunde Ernährung das A und O für eine auf lange Sicht funktionsfähige Lunge ist.

Bilder:

Bild 1: Adobe Stock – yodiyim / 110032672
Bild 2: Adobe Stock – Syda Productions / 276184116
Bild 3: Adobe Stock – M.studio / 236137072

Finden Sie Singles in Ihrer Nähe

Ich bin
Ich suche