Moschus-Parfum früher und heute

Aphrodisiakum, Heilmittel, Männerduft – Moschus-Parfum besticht durch einen unverwechselbaren Charakter, den jeder sofort erkennt. Die Note kann aber auch schnell aufdringlich werden. Dabei wird der Stoff in geringer Dosis bei mehr Duftkompositionen verwendet als man denkt.

Fast jeder kennt den charakteristischen Geruch: Das typische Moschus-Parfum ist unverwechselbar und besteht aus einer ledrigen und einer süßen Note, insgesamt also ein "warmer" Duft, der bei übertriebener Verwendung aber auch schnell aufdringlich werden kann. Legendär ist auch seine Geschichte: Seinen Namen hat der Duft vom asiatischen Moschushirschen, aus dessen Bauch eine Drüse mit dem Duftstoff entnommen wurde. Er wird aber schon seit dem 19. Jahrhundert – und heute fast ausschließlich – synthetisch hergestellt. Allein in China wird heute noch Moschus-Parfum auf traditionelle Weise hergestellt. Verführerisch wirken soll Moschus-Parfum, weil in ihm Bestandteile vorkommen, die Pheromonen, also Sexuallockstoffen, ähnlich sind. Im Altertum war der Stoff auch vor allem als Medizin bekannt: Moschus-Parfum wurde zur Heilung von Nervenleiden eingesetzt. Im Mittelalter dachte man sogar, es als Schmutzmittel gegen die Pest verwenden zu können. In Europa war und ist Moschus-Parfum in erster Linie als Aphrodisiakum bekannt: Die animalische Note machte ihn in der Folgezeit vor allem als Männerduft populär. Als Unternote ist er aber in sehr vielen unterschiedlichen Parfums enthalten. Zurückhaltung bei der Verwendung ist bei Moschus-Parfum allerdings wichtig, denn sehr schnell hat man von diesem schweren Duft auch mehr als genug.

Moschus-Parfum nicht nur in Männerdüften

Zwar sind auch heute noch Düfte, die Moschus-Parfum als Basisnote haben, in der Regel für Männer gemacht, aber grundsätzlich muss das nicht der Fall sein: Moschus-Parfum ist ein Grundstoff, der in geringen Dosen in weit mehr Parfums vorhanden ist als man denkt. Als Teil einer Duftkomposition kann Moschus-Parfum den Charakter beleben ohne dabei im Vordergrund zu stehen. Mittlerweile wird Moschus-Parfum in allen möglichen Variationen angeboten: Darunter auch Frauenparfum, bei dem die ledrig-herbe Note allerdings eher dezent eingesetzt wird und das Gemisch abrunden soll. In der heutigen Zeit ist es aber auch nicht mehr der Fall, dass Frauen nur süß und fruchtig und Männer nur herb und kräftig riechen wollen. Gerade Unisex-Produkte, die in den letzten Jahre immer populärer geworden sind, setzen auf Kompositionen, die eine ganz eigene Mischung der klassischen Noten präsentieren. Moschus-Parfum ist auch dabei ein ganz wichtiger Bestandteil.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion

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