Parfum kaufen: Der lange Weg des Dufts in die Parfumerie

Wer ein Parfum kaufen möchte, hat die Qual der Wahl. Zu hunderten füllen sie die Regale der Drogerien und Parfumerien und locken mit schicken Flakons und attraktiven Schachteln. Aber wie entsteht ein neues Parfum eigentlich? Und wie kommt es zu seiner Verpackung?

"In hohem Maße verführerisch ist dies der perfekte Duft für einen charismatischen, facettenreichen Mann. Frisch und orientalisch mit Ambernote überzeugt diese Kreation durch überraschend maskuline Noten, die stark und dennoch sinnlich sind.“ Das klingt überzeugend. Schnuppert man dann erwartungsvoll am bereitgestellten Test-Flakon, ist man möglicherweise enttäuscht. Jeder hat eben eine andere Vorstellung davon, was gut riecht. Dabei sieht der Flakon so viel versprechend aus, dass man das Parfum kaufen möchte. Da drängt sich die Frage auf, wie Duft und Flakon eigentlich zusammen kommen.

Parfum kaufen ist nicht leicht – eines kreieren noch schwerer

Jeder Duft beginnt mit einer Idee. Was soll der Duft transportieren? Welches Image soll vermittelt werden? Welche Wirkung soll er haben, welche Emotionen wecken? Und was ist gerade Mode, welches Parfum kaufen die Kunden? Um diese Fragen kümmert sich einer von rund 500 Parfumeuren auf der ganzen Welt. 36 davon arbeiten in Deutschland. Ihre wichtigsten Werkzeuge sind Kreativität und natürlich eine gute Nase. Ihr Handwerk lernen sie an einer der wenigen Parfumeurschulen der Welt. Dort lernt der Parfumeur nicht nur die Kreation eines Duftes, sondern auch Eigenheiten verschiedener Kulturen. Die Vorlieben der Kunden sind beim Parfum kaufen in allen Ländern verschieden. So gilt zum Beispiel Lavendelduft in Deutschland als altbacken und mütterlich, während er in Frankreich der Inbegriff von Frische ist. Das Wissen über die Eigenschaften der Rohstoffe ist ebenso wichtig wie chemische Kenntnisse, um die Wirkung der einzelnen Rohstoffe auf einander zu kennen.
Ist das Konzept des Parfums festgelegt, beginnt die Komposition, die viel Feingefühl und noch mehr Geduld erfordert. Es ist nicht einfach, eine Idee in einen Duft zu übersetzen. Es gilt aus über 32000 einzelnen Duftnoten die perfekte Harmonie zusammen zu stellen. So kann ein Parfum aus bis zu 300 verschiedenen Einzelsubstanzen bestehen, die sich in Kopf-, Herz- und Basisnote einteilen. Die vielen Versuche, die der Parfumeur dabei macht, muss er akribisch festhalten, damit der Duft reproduzierbar ist und man später exakt dieses Parfum kaufen kann. Das Kreieren eines neuen Dufts ist also keine schnelle Angelegenheit. Es kann Monate oder sogar Jahre dauern, bis die perfekte Mischung gefunden ist und ein neues Parfum auf den Markt kommt.

Der passende Flakon animiert zum Parfum kaufen

Natürlich braucht das neue Parfum einen passenden Flakon, der die gleiche Botschaft wie der Duft transportiert. Inhalt und Verpackung müssen übereinstimmen, damit die Kunden das Parfum kaufen. Diese Aufgabe übernimmt der Flakondesigner. Viele Flakondesigner sind gelernte Industriedesigner. Was zunächst überrascht, ist im Grunde logisch, denn Designer arbeiten mit Formen. Beim Design eines Parfum-Flakons wird die Idee, die zunächst in den Duft übersetzt wurde, nun auch in die Form des Flakons übersetzt. Keine leichte Aufgabe. Der Flakon muss einzigartig und unverwechselbar sein. Er muss die passende Zielgruppe ansprechen und den Duft perfekt ergänzen. Auch die Kombination von Form, Farbe und Material muss neu sein. Der Flakon ist das Erste, das die Kunden anspricht, wenn sie ein Parfum kaufen möchten. Er muss neugierig darauf machen, welcher Duft sich wohl darin verbirgt. Er repräsentiert außerdem den Stil des Auftraggebers. Der Flakon eines Jil Sander Parfums ist immer schlicht und geradlinig, während die Flakons des Designers Ed Hardy wild und bunt sein müssen, damit seine Kunden das Parfum kaufen.
Ist das Parfum dann im passenden Flakon, braucht es, um in den Parfumerien angeboten zu werden, noch eine attraktive Faltschachtel. Die Schachtel muss ein Blickfänger sein, um sich von den hundert anderen Schachteln im Regal deutlich abzuheben. Auch sie muss wie Duft und Flakon die gleiche Botschaft transportieren, damit das neue Parfum insgesamt harmonisch wirkt. Übrigens: Der Name eines Parfums steht meistens schon zu Beginn fest und dient den Kreativen als Inspiration und Marschroute. Ein Parfum, das den Namen „Blue Sky“ tragen soll, muss leicht und frisch sein und darf sich nicht in einer dunklen Flasche verstecken.
Wenn Sie nun das nächste Mal Parfum kaufen gehen, können Sie sich schon allein anhand der Flakons in die passende Richtung vorarbeiten. Soll es süß und schwer, perfekt für einen sinnlichen Abend sein, dann suchen Sie nach Flakons in dunklen, gedeckten Farben: schwarz, violett, rot. Soll es leicht und frisch sein, als Begleitung zum Sommerspaziergang, orientieren Sie sich an hellen Farben: weiß, gelb, blau, türkis. Der einfachste Weg durch den Dschungel der Parfumerie ist und bleibt aber, eine erfahrene Verkäuferin zu fragen, denn spätestens nach dem fünften Duft ist man völlig verwirrt und weiß schon gar nicht mehr, was man möchte.

Autorin: Elke Liermann, Platinnetz-Redaktion

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