Kurzgefasst: Krebs und Arbeitslosigkeit

Ehemalige Krebspatienten sind häufiger arbeitslos. Das belegt eine Untersuchung niederländischer und finnischer Mediziner. Demnach sind Krebspatienten nach überstandener Krankheit öfter arbeitslos als Nicht-Betroffene gleichen Alters und Geschlechts.

Die statistische Analyse ergab ein insgesamt 37 Prozent höheres Risiko für Arbeitslosigkeit, berichten die Forscher. Dies hat mitunter drastische Folgen für die finanzielle Situation der Menschen.

Dabei ist es nicht die Krankheit selber, die für Krankheits- und Arbeitsausfälle sorgt. Die meisten Patienten wollen und können wieder arbeiten. Oft stehen dem allerdings zeitaufwändige Nachbehandlungen und vor allem körperliche oder geistige Behinderungen entgegen. Umso wichtiger sei es, für Unterstützung und Flexibilität in der Therapie und am Arbeitsplatz zu sorgen, fordern die Forscher.

Allerdings ist die Stärke des Zusammenhangs von der Art der Erkrankung abhängig. Klar ausgeprägt war der Effekt etwa bei Krebs des Magen-Darm-Traktes sowie bei Brust-, Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs (44 bzw. 28 Prozent Erhöhung). Nicht nachweisbar war er dagegen nach Leukämien und Lymphdrüsenkrebs sowie Prostata- und Hodenkrebs.

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