Kurzgefasst: Musik und der erste Sex

Beeinflussen Rock, Pop und Rap die Sexualität von Jugendlichen? Eine Studie legt nun einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Musik mit sexuell aufgeladenen Texten und dem Zeitpunkt des ersten Sex nahe. Demnach haben Jugendliche, die „sexuell aggressivere“ Texte hören, bereits früher sexuelle Erfahrungen.

Zwar seien sexuell aggressive Musiktexte nicht der Auslöser für Sex bei Jugendlichen, sagte Mitautor Brian Primack von der Universität von Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania. Sie seien aber "ein wahrscheinlicher Faktor" bei Verhaltensmustern in der sexuellen Entwicklung. Primack und seine Kollegen fragten über 700 Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren nach Musikgeschmack und sexuellen Erfahrungen. Heraus kam, dass diejenigen, die eher harmlose Musiktexte hörten, zu etwa 20 Prozent bereits Geschlechtsverkehr hatten. Dagegen waren es bei den Hörern von Songs, die Sex als rein körperlichen Akt beschrieben, bereits über 44 Prozent.

Dabei außer Acht bleibt die Frage, ob jemand sexualisierte Musik hört, weil er eben diese Einstellung zu Sex als rein körperlicher Akt hat, oder ob er diese Einstellung hat, weil er eine bestimmte Musik hört. „Das ist eine Dauerdebatte, die in jeder Generation neu aufbricht“, sagt der Musikpsychologe Raymond MacDonald von der britischen Glasgow Caledonian Universität. Geändert habe sich lediglich, dass Altersgrenzen heute verwischt seien und nicht mehr alle dieselbe Musik hörten.  

Datum: 21. April 2009

 

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