Männlicher Sex – weiblicher Sex: Gemeinsam zum Orgasmus

Die sexuelle Revolution der sechziger und siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts brachte frischen Wind in die Schlafzimmer. Heute ist Sexualität alltäglich. Ob im Kino, in Talkshows oder Zeitschriften. Doch die Unterschiede von männlicher und weiblicher Sexualität sind für viele ein Mysterium.

Sex – Mythos und Wahrheit

Klischee oder Tatsache zur männlichen und weiblichen Sexualität? Männer onanieren, sind allzeit bereit, haben nur eine einzige erogene Zone und schlafen nach dem Orgasmus sofort ein. Frauen dagegen zieren sich vor spontanem Sex, Masturbation ist für sie ein Fremdwort, ihr gesamter Körper ist übersät von geheimen, erogenen Zonen und sie brauchen eine halbe Ewigkeit bis zum Orgasmus.
Natürlich enthält jedes Klischee zur weiblichen und männlichen Sexualität auch ein kleines Fünkchen Wahrheit. So ist es unter Sexualforschern längst kein Geheimnis mehr, dass sich die Erregungskurven von Männern und Frauen in der Tat deutlich voneinander unterscheiden: Tatsächlich brauchen Männer meist weniger lang, um in Fahrt zu kommen. Dafür flaut ihre Erregung nach dem Orgasmus schneller wieder ab. Auch richtig ist, dass bei Frauen der Weg zum Orgasmus meist länger ist, die Erregung dafür aber länger anhält und es mitunter „Zwischenhochs“ auf dem Weg zum Höhepunkt gibt.
Dies legt die einfache Empfehlung nahe, das Vorspiel intensiver zu gestalten und nach dem Höhepunkt nicht gleich aufzuhören. Das Menü ist angerichtet: Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch!
Aber was, wenn wir Lust haben auf einen abwechslungsreichen „Speisezettel“, und wer schreibt diesen überhaupt?

Beim Sex gemeinsam zum Orgasmus

Ganz so einfach ist es also doch nicht. Niemand von uns funktioniert wie der andere. Und um die Sache noch weiter zu erschweren, fühlen wir uns auch noch an jedem Tag anders. Dazu werden auch noch in zahlreichen Ratgebern Maßstäbe gesetzt, wie oft, wie lang oder in welchen Stellungen „guter Sex“ abzulaufen hat. Werfen Sie all dies über Bord! Ihre Beziehung ist schließlich keine Messstation! Sex spielt sich im Kopf ab, sagen Sexualforscher. Also gilt es in jedem Fall, den Kopf frei zu machen.
Weibliche und männliche Sexualität unterscheiden sich voneinander. Dennoch: Es geht am besten gemeinsam. Mit der Zeit kann man sich aufeinander einstimmen. Das Klischee geht davon aus, dass der Mann hauptsächlich nicht an Zärtlichkeit, sondern am Akt selbst interessiert ist, während frau gerne viel Zeit auf Vorspiel und Kuscheln zum Ausklang verwendet. Befragungen zeigen, dass der Umgang mit den eigenen sexuellen Bedürfnissen insgesamt offener geworden ist. Eine freiere Gesellschaft, die weibliche Emanzipation und die Medienberichterstattung über das „Thema Nummer eins“ haben diese Entwicklung begünstigt.
An den unterschiedlichen sexuellen Vorlieben von Mann und Frau kann man – zum Glück – nichts ändern. Wichtig ist es vor allem, ein Gespür für die Bedürfnisse des Partners zu entwickeln. Ist dies der Fall, steht einem gemeinsamen erfüllten Liebesleben nichts mehr im Wege.

Autorin: Pascale Gerhards, Platinnetz-Redaktion

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