Luxusuhren sind Statussymbole

Mit herkömmlicher Zeitmessung haben diese Produkte so gut wie nichts mehr zu tun. Bei ihnen ist die Funktionalität für sich betrachtet reine Nebensache. Wirft man einen Blick auf die unglaublichen Preise, wird schnell klar, dass es beim Thema Luxusuhren in erster Linie um ein bestimmtes Image geht.
Es existiert ein Uhrenmodell der Schweizer Manufaktur Patek Philippe, dessen Neupreis bei 700.000 Euro liegt. Solch unglaubliche Summen kann wohl kein normaler Mensch nachvollziehen. Dennoch faszinieren Luxusuhren seit jeher und sind für manche Menschen eine Kapitalanlage. Denn in der Regel sollen die Zeitmesser ein Leben lang benutzt und oft auch noch an Nachkommen vererbt werden. Dabei sind Luxusuhren immer mit einem großen Namen verbunden: Rolex, Breitling und Omega sind nur ein paar der Namen, die für teure Exklusivität stehen.
Die bekanntesten Manufakturen haben sich in ihrer Geschichte immer wieder mit unterschiedlichsten technischen Innovationen hervorgetan. Tag Heuer beispielsweise entwickelte den ersten Bordchronographen für Fahrzeuge im Jahr 1911. Vor allem die Manufaktur Rolex setzte von Anfang an auf Innovation und charakteristisches Design. Modelle namens Oyster waren die ersten wirklich wasserdichten Armbanduhren, und das Modell Perpetual war die erste Armbanduhr mit funktionierendem Automatikaufzug. Natürlich spielen auch andere bekannte Namen eine ganz entscheidende Rolle: So sind Uhren von der innovativen Schweizer Manufaktur Breguet von Napoleon und Alexander von Humboldt getragen worden, was den Wert mit Sicherheit erhöht haben mag. Kultobjekte werden Uhren allerdings immer erst, wenn sie nicht mehr im Handel erhältlich sind.

Sinn und Unsinn von Luxusuhren

Wer denkt, dass Luxusuhren generell mit dem Alter in ihrem Wert steigen, irrt sich allerdings. Trotz der astronomische Preise sind in der Regel zu viele Modelle im Umlauf, so dass der Seltenheitswert dieser Produkte in der Regel eher gering bleibt. Als Kapitalanlage eignen sich Luxusuhren demnach nicht wirklich. Die schlechte weltweite Wirtschaftslage wird außerdem auch den Kauf von Luxusuhren treffen, denn schließlich handelt es sich hier um Produkte, die, was Preis und Leistung angeht, völlig aus jeglichem Rahmen fallen. Dass es der Branche nicht immer gut gegangen ist, hat gegen Ende der siebziger Jahre die unter der Bezeichnung Quartzkrise bekannte Flaute gezeigt: Damals erlebten die Schweizer Uhrenmanufakturen eine tiefe Krise, als plötzlich günstige Uhren sehr billig in Fernost produziert werden konnten und die traditionelle Mechanikuhr vor ihrem Ende zu stehen schien. Gerettet wurde die Schweizer Uhr letzten Endes durch Swatch – ein im Vergleich zu den Traditionsunternehmen reines Billigprodukt, das massenweise verkauft werden konnte und dem Zeitgeist der 80er Jahre entsprach.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion

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